Stefan Hübschmann übernimmt

Kommandantenwechsel bei der Feuerwehr in Ebermannstadt

Bürgermeister Franz Josef Kraus gratuliert dem neuen Kommandanten Stefan Hübschmann. Foto: mao

Ebermannstadt. Mit dem Traumergebnis aller 50 Stimmen wurde der 32-jährige Diplominformatiker und bisherige Jugendwart Stefan Hübschmann in der Hauptversammlung der Feuerwehr Ebermannstadt zum neuen Kommandanten gewählt.

Schon bei seiner Eröffnung der Dienstversammlung drückte Bürgermeister Franz Josef Kraus Dank für Übungsstunden und Ernstfalleinsätze während des Jahres aus. „Harmonie ist wichtig, um Leben, Hab und Gut zu schützen. Unsere Wehr stellte mit der Integrationsfigur Norbert Weisel und dem fachlichen Können eine harmonische Einheit dar“, unterstrich Kraus. Weisel und weitere langjährige Aktive wurden im Rahmen der Versammlung ausgezeichnet.

Eine enorme Leistung nannte Landrat Glauber die 1852 direkten Einsatzstunden, besonderen Dank sprach er der Mannschaft für die Dienste beim Fränkische Schweiz-Marathon aus. „Nächstes Jahr wieder“, war seine Bitte. Zuletzt bat der Kreischef angesichts der Flutwellenkatastrophe in Asien auch alle Feuerwehrler um Unterstützung für den Aufruf des Ministerpräsidenten „Geld für Hilfe statt für Böller“.

Kommandant Norbert Weisel listete 75 Einsätze auf, überwiegend waren dabei mit 60 die technischen Hilfeleistungen – angefangen vom Baggerunfall in Dürrbrunn, über ein in einer Felsspalte eingeklemmtes Pferd bis zur Rettung eingeklemmter Personen nach Verkehrsunfall. Zu den fünf Löscheinsätzen zählten ein Scheunenbrand in Niedermirsberg, der Brand der Diskothek in Moggast und Stoppelfeldbrände. Dass Übungen und alle Einsätze (in insgesamt 2606 Stunden) positiv abgeschlossen werden konnten, führte Weisel auf den sehr guten Ausbildungsstand zurück.

Dazu konnte Weisel von fünf Neuaufnahmen berichten und Dienstgradabzeichen vom Löschmeister bis zum Hauptfeuerwehrmann verleihen. Als Anschaffungen registrierte der Noch-Kommandant einen Beamer, Ultra-Leicht Tragkraftspritze, Sägeschärfgerät und Stromerzeuger.

In seinem letzten Bericht als Jugendwart skizzierte Stefan Hübschmann die Arbeit mit derzeit 63 Jugendfeuerwehrleuten in den neun Stadtteil-Wehren. So legten 33 Jugendliche den Wissenstest bis Stufe IV ab. Höhepunkt bei den Leistungsprüfungen war die Absolvierung der Deutschen Jugendleistungsspange von zwei Feuerwehranwärter-Gruppen. Erfolgreich waren zwei Gruppen bei der Jugendolympiade in Reuth. Organisatorischer Höhepunkt war der erste „Berufsfeuerwehrtag“; in einer 24 Stunden-Schicht wurde den Anwärtern das Berufsbild näher gebracht.

Für 2005 sind die Anschaffungen von zehn Schutzanzügen und fünf Helmen bereits genehmigt. In Planung ist bei der Feuerwehrjugend ein Rockfestival und das erste „Ebser Entenrennen“ im Rahmen der Lichterserenade. Unter großem Beifall und mit einem Präsent verabschiedete Hübschmann den ehemaligen Kreisjugendwart Heinz Damm, der sich der Jugendarbeit in Ebermannstadt immer sehr verbunden zeigte.

mao


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