Sättigungsgrad ist erreicht

Fränkische-Schweiz-Marathon lockt 2300 Teilnehmer

Ebermannstadt. Bevor gelaufen wird, wird gesessen. Der Vorbereitungs-Marathon zum fünften Fränkische-Schweiz-Marathon am Sonntag ist auf der Zielgeraden. Zeit, für die Verantwortlichen den Zwischenstand durchzugeben.

Anton Eckert vom Landratsamt, Hauptorganisator des Laufes, rechnet mit 2300 Teilnehmer, noch mal zehn Prozent mehr als im letzten Jahr. Es scheint nach seinen Angaben die Zahl nach oben ausgereizt, denn die anderen Veranstalter von Landschaftsläufen liegen im ähnlichen Bereich.

Eckert führt dies auf einen „Sättigungsgrad“ zurück, der bei eine Vielzahl von Läufen erreicht werde. Die Veranstalter hätten erkannt, dass ein Marathon einen Image-Gewinn für die Region bedeutet. Schließlich macht er noch eine Sogwirkung von Großstadtläufen aus, zu denen die Sportler pilgern.

Trotzdem bleibt der FS-Marathon in Läuferkreisen beliebt, er zieht nach wie vor die Laufelite Süddeutschlands (Eckert) an. Auf Skatern erreicht der Marathon mit Zeiten von 1:07 Stunde „Weltniveau“. Die beiden Vorjahressieger aus der Schweiz kommen wieder, ebenso Sportler aus Frankreich, die „schnelle Zeiten mitbringen“, sagt Rainer Kestler, einer der Organisatoren.

Bei den Läufern wird ebenfalls der Sieger des letzten Jahres dabei sein. „Sportlich fit“, wie Eckert betont. Denn der Pole Marek Wasilewski hat die Strecke in 2:36:55 Stunden zurückgelegt. Eine Zeit bei einem von der Strecke her äußerst anspruchsvollen Lauf, die bei der einfacheren Strecke in die Fränkische eine neue Bestzeit erwarten lässt.

Wer sonst noch an sportlicher Prominenz läuft, steht noch nicht fest, denn die Topläufer melden sich erst so spät wie möglich.

Immer weniger Frauen laufen mit

Ein bemerkenswerter Einbruch bei den Anmeldungen fällt nur bei den Frauen auf. Bei der Ursachenforschung muss Kestler passen. Vielleicht, mutmaßt er, wollen sie sich nicht über eine so lange Vorbereitungszeit „quälen“ wie die Männer, um ins Ziel zu kommen.

Dort herrscht heuer ein Gedränge wie noch nie. Denn erstmals gibt es heuer einen 16-Kilometer-Lauf, dessen Teilnehmer zeitgleich mit den Skatern im Ziel in Ebermannstadt eintreffen. Für Lorenz Kaiser eine „Herausforderung“, denn die Skater schießen so schnell wie ein Radfahrer über die Ziellinie und die gilt es von den Läufern zu trennen. 200 Meter sind nur für die Skater abgesperrt.

Der erste Sonntag im September wird nach Angaben Anton Eckerts auch künftig für den Marathon reserviert bleiben. Das Datum fällt zwar in die Ferien, ist aber ein Kompromiss. Die Laufveranstaltungen in Berlin und München sind in zeitlicher Nähe, was wegen der Zeitmess-Logistik und der großen Konkurrenz Schwierigkeiten macht.

Zum anderen gibt es auch in Forchheim mit der Ofra und in der Fränkischen Schweiz in vielen Jahrzehnten gewachsene Traditions-Veranstaltungen: Kirchweih in Ebermannstadt und allen Orten des Marktes Wiesenttal oder Erntedankfest in Muggendorf.

An Zuschauern erwarten die Veranstalter heuer wieder etwa 50 000 entlang der Strecke.

Siehe auch Informationen zum Fränkische- Schweiz-Marathon auch im Internet unter www.fraenkische-schweiz.com

Otto Lapp


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