Blaulichtfamilie im Einsatz

Info-Veranstaltung der Polizei zeigt spektakuläre Rettungsaktionen

EBERMANNSTADT. Im und am Feuerwehrhaus, kurzzeitig auch am Wiesentufer wimmelte es am Sonntag nur so von Einsatzkräften. Zur Informationsveranstaltung der Polizei im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Sicher auf Bayerns Straßen“ hatte der Ebermannstadter Dienststellenleiter Peter Kelke die ganze „Blaulichtfamilie“ auf die Beine gebracht.

Schon beim Auftakt bedankte sich Bürgermeister Franz Josef Kraus besonders bei den vielen Ehrenamtlichen. „Es ist wichtig zu wissen, dass zuverlässige Leute da sind“, sagte er. Erfreut über den guten Zuspruch der Bevölkerung am Nachmittag, äußerte sich als Verantwortlicher Peter Kelke. Eine mit dem Hubschrauber vorgesehene Luftrettung musste auf Grund des schlechten Wetters entfallen, bedauerte der Polizeihauptkommisar.

Nicht weniger spektakulär waren die Rettungsaktionen auf dem Gelände durch Wasserwacht, Bergwacht, Rotes Kreuz und Feuerwehr. Dazu präsentierte das Technische Hilfswerk Kirchehrenbach seine Geräteausstattung und klärte über seine Aufgaben auf. Zu einem vom ADAC durchgeführten Fahrrad-Geschicklichkeitsturnier spendierte die Geschäftswelt der Stadt Preise.

Voll beschäftigt waren am Stand der Polizei die Beamten mit der Verteilung von Mützen und Luftballons. Für die Kleinen prägten die Polizeibeamten Buttons zur Nachwuchswerbung. Vollendet war das Glück der Kleinen, wenn sie dann noch in den Sattel einer Polizeimaschine gehoben wurden. Weiter demonstrierte die örtliche BRK-Bereitschaft an einem „Dummy“ den Einsatz eines Defibrilators bei einer Reanimation.

Von der Brücke zum Ramstertal konnten die Zuschauer die Bergung von Verletzten eines Bootsunfalls auf der Wiesent durch die hiesige Wasserwacht und das Rote Kreuz verfolgen. Am Schlauchtrockenturm der Feuerwehr zeigte die Bergwachtbereitschaft Forchheim - kommentiert vom stellvertretenden Leiter Erich Seitz – wie ein in der Wand verunglückter Bergsteiger abgeseilt wird. Immer mehr gefordert sei die Bergwacht durch die Kletterer, aber auch bei Unfällen von Waldarbeitern im schwer zugänglichen Gelände, erklärte dazu die mit der Rettungsausbildung beauftragte Hilde Haas. Zu den Themen der zweijährigen Ausbildung zähle deshalb auch die Luftrettung.

In allen Einzelheiten perfekt dargestellt, vollzogen zuletzt die Retter vom Roten Keuz im Team mit der Feuerwehr Ebermannstadt den Ablauf des Geschehens nach einem Autounfall. „Auch uns Rettungsleuten geht es unter die Haut, wenn eingeklemmte Personen zu versorgen sind“, merkte der Erste Hilfe-Instruktor des BRK-Kreisverbandes, Günter Wenk, an. Seitens der Feuerwehr beschrieb Erich Steinlein die aufwändige Befreiungsaktion, bei der das Wrack mit Glassäge, Spreizer und Rettungsschere zerlegt wurde.

Mao


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