
Ebermannstadt. Der Realschulabschluss 2003/2004 wurde für Schüler, Eltern, Kollegium und Schulleitung zu einer unvergesslichen Feier. Die Bläsergruppe der Realschule umrahmte die gesamte Feier musikalisch, dirigiert von Helmut Weininger.
Das „Te Deum Prelude“ versetzte die Gäste in der vollbesetzten Aula in feierliche Stimmung. Stellvertretende Schulleiterin Annette Pillich-Krogoll begrüßte besonders die 134 Entlassschüler. „Mit dem Mittlere-Reife-Zeugnis,“ so Pillich-Krogoll, „sind euch grosse Möglichkeiten eröffnet, sei es im Beruf oder an weiterführenden Schulen.“
Elternbeirat Rainer Braungardt begann mit zwei Zitaten, die die Jugend in Bezug auf Fleiß, Gehorsam und Anstand sehr schlecht aussehen ließ. Doch als er erklärte, dass die Aussagen von Sokrates (vor 2400 Jahren geschrieben) und aus dem Ägypten von vor 6000 Jahren stammen, erhellten sich die erschrockenen Mienen. Der Dank des Elternbeirates ging an die Abschlusslehrkräfte, „die weit mehr, als der Stundenplan abverlangte, für die Schüler taten“.
Bürgermeister Franz Josef Kraus erinnerte sich an seine eigene Schulentlassung, die auch in dieser Schule stattfand, „nur nicht so feierlich“. Die Zeugnisse wurden damals im Klassenzimmer verteilt – „und das war's dann.“ Er bat die jungen Menschen, sich darauf einzustellen, dass bis Erreichen der Altersgrenze berufliche Flexibilität und Veränderungen gefragt seien. Schülersprecher Sascha Müller begann mit den Worten: „Es ist vorbei“, um aber sogleich nachdenklich zu hinterfragen, ob es nicht doch „schade“ sei. Jetzt stünden Stellensuche, Sorge um einen Ausbildungsplatz und überhaupt der Weg in die Welt des Erwachsensein an. Er, genau wie die stellvertretende Sprecherin Ann-Katrin Polster, blickten zurück. Besonders dankbar erinnerten sie sich an zahlreiche gemeinsame Aktionen mit den beiden anderen Ebermannstadter Schulen.
Es folgte die Verabschiedung durch Realschulkonrektor Karlheinz Lamprecht. Er zitierte aus dem Kinderbuch „Momo“, in dem der Straßenkehrer sagt: „Man hat manchmal eine sehr lange Straße vor sich. Man denkt, sie ist so schrecklich lang; das kann man niemals schaffen“.
Er gab seinen Absolventen den Rat, sich jeden Weg in Etappen einzuteilen. Dann sei das Ziel nicht so unerreichbar weit weg: „Nehmt die Herausforderungen an. Ihr habt euer erstes großartiges Etappenziel mit dem Realschulabschluss erreicht.“ Nun stünden alle Straßen offen „und in der Schulgeschichte dieser Schule gibt es zahlreiche Beispieleerfolgreicher Menschen.“
Nach Aushändigung der Zeugnisse an die fünf Abschlussklassen durch Karlheinz Lamprecht zeichnete Elternbeirat Braungardt die fünf besten Schüler aus. Dies waren Petra Mai (Klasse 10d) mit einem Notendurchschnitt von 1,46, Susanne Distler (10d) und Silke Schütz (10b) mit je 1,8, Sabrina Heinlein (10a) mit 1,92 und Melanie Distler (10b) mit 1,93. Ein vom Elternbeirat organisierter Abschluss mit Speis' und Trank beendete die Verabschiedung der Absolventen.
HV