Mit dem Neubau auf dem ehemaligen Sportplatz zwischen Busbahnhof und Realschule wird ein „weißer Fleck“ getilgt, was die Standorte von Dreifachturnhallen im Landkreis anbelangt. Bürgermeister Franz Josef Kraus erinnerte, dass es gut 20 Jahre her ist, dass der damalige Stadtrat mit dem Landkreis verhandelte, die zweite Turnhalle am Gymnasium als Dreifachturnhalle zu errichten. Damals sei aber im Landratsamt so geschickt gerechnet worden, dass dem Antrag nicht entsprochen wurde.
„Anders der heutige Landrat“, lobte Bürgermeister Kraus Reinhardt Glauber. Er habe sich nicht nur an die Spitze der Befürworter einer solchen Einrichtung gestellt, sondern der Stadt auch ein generöses Angebot im Hinblick auf die Finanzierung gemacht. Das Projekt sei nur finanzierbar geworden, weil der Landkreis die zwei Hallen-Einheiten finanziert, der Schulverband eine Halleneinheit übernimmt, und die Stadt für entstehende Mehrkosten aufkommt.
Die Baukosten von über fünf Millionen € stellten zwar eine beträchtliche Summe dar, doch Investitionen in Schulen, Sport und Kultur seien immer eine lohnende Angelegenheit, befand Bürgermeister Kraus. Die Stadt treffe ein Anteil von rund einer Million €. Die Investition sei nötig, denn Sportförderung und Schulsport seien wichtige kommunale Aufgaben.
Allerdings solle das Gremium über die Gestaltung der Fassade – derzeit ist eine finanziell günstige Betonfassade geplant – noch einmal nachdenken. Da sei das letzte Wort noch nicht gesprochen, weckte auch Bürgermeister Kraus Hoffnungen auf eine Sandsteinfassade, die optisch wesentlich „mehr her macht“.
Gleichzeitig bekräftigte er die Bereitschaft, alles zu tun, damit der ursprünglich geplante Fertigstellungstermin trotz der dreimonatigen Verzögerung eingehalten werden kann. Dazu war es gekommen, weil ein Bieter sich benachteiligt gefühlt und deshalb die VOB-Schiedsstelle angerufen hatte.
„Auf gutes Gelingen“, rief Bürgermeister Franz Josef Kraus und bat Landrat Reinhardt Glauber, stellvertretenden Schulverbandsvorsitzenden Helmut Taut, Architekt Tim Gräßel und Landtagsabgeordneten Eduard Nöth an die Spaten. Der Anfang ist gemacht. Jetzt hoffen alle Beteiligten auf eine unfallfreie Abwicklung und die termingerechte Übergabe im Oktober 2005.
Josef Hofbauer