Bischof Audo ist im Rahmen der Vorbereitung auf den Tag der Weltkirche von Missio München nach Deutschland eingeladen und besucht hier die Diözesen München, Aachen, Bamberg und Passau. Stadtpfarrer Hans Hübner gab seiner Freude Ausdruck, dass der Bischof seine Gemeinde besucht. Bischof Audo hielt die Eucharistiefeier in der Kirchensprache Latein; Hochgebet, Vater unser und den Segen sprach er in Aramäisch – der Sprache, die auch Christus sprach – was für die Gläubigen besonders beeindruckend war.
In seiner französischen Predigt bedankte sich der Bischof für die großzügige Hilfe, die ihm besonders aus Deutschland und auch Frankreich zuteil wird. Und Paulus habe ja schon gesagt „Gott liebt die, die mit Freuden geben“. Sehr angetan sei er auch von der Schönheit der Kirchen.
Durch die Lage im Irak kommen viele Flüchtlinge, besonders Christen von dort in die benachbarten Länder, auch nach Syrien. Mit Freude nahm er zu Kenntnis, dass auch in Ebermannstadt irakische Flüchtlinge gut aufgenommen würden.
In islamischen Ländern würden die Christen wegen ihrer Offenheit und besonders wegen der Stellung der Frau anerkannt. Im Islam sei die Frau nicht sie selbst, kein eigenständiger Mensch mit all seiner Würde und Einmaligkeit, sondern nur „die Tochter des . . .“ oder „die Mutter ihrer Söhne . . .“.
Bedingung für das Überleben der Christen im arabischen Land sei die Ausbildung von Laien und Ehrenamtlichen – besonders auch Frauen – damit sie überzeugende, kompetente Arbeit leisten und somit weiter Vorbild sein könnten. Missionarische Aktivitäten seien nicht möglich, da der Islam besonders geschützt sei.
Beim Diavortrag im Pfarrzentrum, zu dem Pastoralreferentin Dr. Andrea Friedrich viele interessierte Zuhörer begrüßen konnte, stellte Bischof Audo seine arabische Heimat vor. Syrien ist die Wiege des Christentums.
In Syrien sitzen auch christliche Politiker im Parlament, sie stellen drei Minister der Regierung, wobei nicht zu übersehen sei, dass die Christen in Syrien die beste Situation in ganz Arabien vorfinden. 80 Prozent der Gelder für christliche Kirchen kommen von außen, besonders von Missio und Misereor; wobei Deutschland und Frankreich besonders zu erwähnen seien. 20 Prozent erbringen einheimische Christen.
HV