Von 17 bis 24 Uhr hatten die insgesamt 900 (!) Frauen, Männer und Kinder Gelegenheit, ihren Blick nach oben zu lenken. Viele Teleskope wurden im Vorfeld in Stellung gebracht, um jedem Interessenten einen Blick in die unermesslichen Weiten des Weltalls zu ermöglichen.
Die stellvertretende Vorsitzende der Sternwarte Feuerstein, Kerstin Gilbert, stand bis zum Eintreffen von Dr. Fleischmann den Besuchern Rede und Antwort und verkaufte Meteoriten, die als Sternschnuppen irgendwann irgendwo auf die Erde niedergegangen sind. Auch konnte man schon vor Einbruch der Dunkelheit die Sichel des zunehmenden Mondes und mit entsprechenden Filtern die Sonne mit gut sichtbaren Sonnenflecken am westlichen Abendhimmel beobachten. Nach Einbruch der Dunkelheit, als sich die hohen Schleierwolken, vermischt mit den Kondensstreifen der Flugzeuge aufgelöst hatten, ging es dann richtig los.
Sternhaufen und Kugelsternhaufen in unserer eigenen Galaxie, der Milchstrasse, Überreste von Sternexplosionen, deren Licht schon von Tausenden von Jahren erloschen ist, aber jetzt erst zur Erde kommt, und Supernoven zeigte und erklärte Fachmann Dr. Fleischmann mit seinem Team den staunenden Beobachtern. Auch so genannte „Doppelsterne“, die man mit bloßem Auge nur als einen Stern sieht,dies aber in Wirklichkeit zwei nahe beieinander stehende Sonnen sind, und die verschiedenen Farben der Sterne wurden beobachtet und erklärt. Natürlich konnte man auch den Andromedanebel, die einzige, oft auch mit bloßem Auge sichtbare aller außergalaktischen Sternensysteme erkennen. Diese Nachbargalaxie ist etwa zweieinhalb Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt.
Glück hatten die zahlreichen Besucher auch, dass genau in dieser Nacht die Internationale Raumstation ISS als besonders hell leuchtender Planet in 365 Kilometer Höhe über den Feuerstein zog. Gegen Mitternacht waren in dieser spannenden Nacht noch die beiden Planeten Uranus und Neptun erschienen, bevor dann lange nach Mitternacht die zur Zeit den Morgen-Nachthimmel beherrschende Venus am südlichen Himmel zu sehen war. Doch zu diesem Zeitpunkt lagen die meisten der Besucher, wieder tief beeindruckt und schlafend in ihren Betten.
HV