Die Erhöhung des Stundendeputats um eine weitere Stunde veranlasste den Elternbeirat der Volksschule, eine außerordentliche Klassenelternsprecherversammlung einzuberufen und dazu Lehrkräfte einzuladen.
Beide Seiten waren sich darüber einig, dass sich die gesamtgesellschaftlichen Rahmenbedingungen für eine „gute“ Schule, die sich am einzelnen Kind orientieren will, immer mehr verschlechtern.
Die notwendigen Konsequenzen in Richtung verstärkter Förderung bleiben aber ohne die entsprechende staatliche Unterstützung durch zusätzliche Lehrerstunden, Entlastungen etc. Gleichzeitig steigen die Ansprüche und Erwartungen an die Schule immer mehr.
Damit, so die übereinstimmende Meinung, gerät das Ziel einer Schule, die sich die bestmögliche individuelle Förderung der Kinder auf ihre Fahnen schreibt, in weite Ferne. Eine Schule benötige Rahmenbedingungen, die personell und zeitlich so gestaltet sind, dass sie ihren Zielen auch gerecht werden könne. Die Kinder brauchen Lehrer, die nicht langfristig jenseits ihrer Belastungsgrenze arbeiten müssen.
An dieser Stelle setzten nun gemeinsame Überlegungen von Eltern und Lehrkräften ein, wie unter diesen auf Dauer nicht zu bewältigenden Bedingungen die Qualität von Unterricht und Erziehung in der nächsten Zeit im Großen und Ganzen so erhalten werden könnten, dass die Kinder und Jugendlichen nicht zu stark unter den Sparmaßnahmen leiden müssen. Dabei waren die Elternvertreter froh darüber, dass von Lehrerseite nicht fertige Streichkonzepte (z.B. Klassenfahrten) nur mitgeteilt wurden, sondern dass zusammen Lösungen des gemeinsamen Problems gesucht wurden.
Hier setzten Eltern und Lehrkräfte der Volksschule Ebermannstadt mit ihrem Gespräch ein erstes Zeichen, dem weitere folgen sollen. Zugleich wollen die Elternvertreter auf politischem Weg Initiativen starten, die Lern- und Arbeitsbedingungen an den Schulen zu verbessern.
eB