Ein Ort der Partnerschaft

Volksbank baute in Ebermannstadt und alle sind zufrieden – Weihe

EBERMANNSTADT. „Die Investitionen von heute sind das Fundament von morgen“. Auf diese Formel brachte Vorstandsvorsitzender Gregor Scheller den Entschluss der Volksbank Forchheim, im Zentrum der Stadt eine neue Filiale zu bauen. Das bringt Mehr-Wert für verschiedene Beteiligte, wurde am Freitag bei der Einweihung hervorgehoben.

Nach der Fusion mit der Raiffeisenbank Ebermannstadt, dennoch nicht allein dadurch, hat die Filiale eine „erfreuliche Geschäftsentwicklung genommen“. Ein vorhandenes älteres Gebäude wurde durch einen Neubau ersetzt, was das Stadtbild „um einen lebendigen Beitrag“ verschöne, und ein Drogeriemarkt als Mieter konnte integriert werden. Also ist laut Scheller ein echtes Dienstleistungszentrum entstanden.

„Modern ist was erfolgreich ist“ zitierte Gregor Scheller den deutschen Erfolgstrainer und Europameister Otto Rehagel. Den Erfolg würden letztendlich die Kunden bestimmen, wenn sie sich „in der Filiale wohl fühlen und zufrieden sind“.

Nähe als Stärke

Nah am Kunden zu sein sei die Stärke der Volksbank, sagte der Direktor selbstbewusst. Man habe deshalb nicht auf eine Schaltertheke verzichtet, biete dazu aber die modernen Service-Terminals rund um die Uhr und die qualifizierte Beratung des 15-köpfigen Teams. Betreut werden 9000 Kunden mit 22 000 Konten bei einer Bilanzsumme von zuletzt 150 Mio. Euro.

Der Stadtverwaltung Ebermannstadt und dem Landratsamt dankte der Redner für eine gute und unbürokratische Zusammenarbeit.

Festredner war der Präsident des Deutschen Genossenschaftsverbandes und Bezirksvorsitzende von Oberfranken, Manfred Nüssel. „Ein Neubau und moderne Technik setzen Zeichen“, postulierte er, im Blickfeld müsse aber die ganzheitliche Betrachtung des Kunden stehen. Spareinlagen und Kredite rangierten bei den Volks- und Raiffeisenbanken gleichrangig.

Absage

Die Sicherheit des Erfolges gewähre die Rechtsform der Genossenschaft, und mit dem Blick darauf erteilte Nüssel allen eine Absage, die ihr die Zweistufigkeit absprechen wollen, nämlich die Kompetenz und Entscheidung vor Ort mit der Sicherheit und Größe des Verbandes dahinter. Natürlich stehe man im Wettbewerb, aber gerade jetzt würde sich die „Vorbildfunktion“ des Genossenschaftsverbandes zeigen. Der Erfolg sei auch an Zahlen nachzuweisen.

Man habe „klare Ziele“ vor Augen, berichtete Präsident Nüssel. Den Marktanteil von knapp 24 Prozent wolle man auf 30 Prozent steigern. Auch in der Fläche müssten die Banken „die richtige Größe haben“, deshalb sollen die Fusionen weitergehen. Von jetzt 1340 auf 800 bis 1000 in Deutschland.

Unerschrocken investiert

Stv. Landrat Gregor Schmitt zollte, auch im Auftrag von MdL Eduard Nöth, seinen Respekt: „Wo andere in der gegenwärtigen Situation zurückschrecken, hat die Volksbank investiert“. Während sich die Großen zurückzögen, hielten die Genossenschaftsbanken und die Sparkassen die Stellung. Sie würden zu den Kunden halten, „auch wenn's mal kritisch wird“.

Bürgermeister Franz Josef Kraus lobte den Bauherrn, dass er auf die Vorstellungen der Stadt eingegangen ist. Das bisherige Bankgebäude geht an die Kirche zurück und wird nun Fachoberschule für Pflegeberufe. Weitere Überlegungen sind angestoßen: Was wird aus der Raiffeisenfiliale am Marktplatz, was wird aus dem alten Lagerhaus? Kompliment und Dank von Franz Josef Kraus am Ende seines Grußwortes: „Hier ist ein Ort des partnerschaftlichen Miteinanders entstanden“.

Die Segnung der neuen Bank nahmen Dekan Hans Hübner und Pfarrer Rudolf Schmidt in ökumenischem Geiste vor und der Bayreuther Architekt Meier übergab den Schlüssel offiziell an Filialleiter Stefan Rickert.

Umrahmt wurde der Festakt durch das Schulorchester der Realschule unter Leitung von W. Grabietz.

M. Wuttke


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