22 sitzen auf der Schulbank

Private Fachoberschule nimmt den Betrieb in Ebermannstadt auf

Die Lehrer Veronika Herlitz und Alfred Schmidt sowie Schulleiterin Gabriele Musenbichler (v.l.) begrüßen die erste Klasse an der FOS am ersten Schultag. FT-Foto: Barbara Herbst

Ebermannstadt. Dass Schulanfänger nicht unbedingt kurze Beinchen und Zöpfe haben müssen, beweist die private Fachoberschule, sozialer Zweig, die gestern in Ebermannstadt mit der ersten Klasse den Betrieb aufnahm. 22 Schülerinnen und Schüler streben in zwei Jahren die fachgebundene Hochschulreife an.

Angemeldet hatten sich 55. Das sei allerdings ein ganz normaler Schwund, betonte Schulleiterin Gabriele Musenbichler auf FT-Anfrage: „Viele fahren bei der Bewerbung zweigleisig und nehmen dann einen Ausbildungsplatz an, statt in die FOS zu gehen.“ Für die 22, die bei der Stange geblieben sind, heißt es jetzt bis 11. Oktober, die Schulbank drücken. Dann beginnen sie ihr erstes mehrwöchiges Praktikum.

Dabei sei vor allem auch auf Wohnortnähe Wert gelegt worden, so Musenbichler. Etliche der Schüler hätten noch keinen Führerschein und müssten zum Unterricht bis zu einer Stunde Anfahrt in Kauf nehmen. Deshalb komme man ihnen mit den Praktika in dieser Hinsicht gern entgegen.

Das Spektrum ist weit gestreut; auch wird nur ein Teil der Schüler sein erstes Praktikum in Senivita-eigenen Einrichtungen absolvieren.

Auch die Berufschancen der Absolventen schätzt Musenbichler gut ein. Bei Eignung sei es selbstverständlich, dass die FOS-Absolventen bevorzugt Ausbildungsplätze in Einrichtungen des privaten Pflege- und Bildungsträgers erhielten.

Doch die Überlegungen der Unternehmensgruppe gehen bereits weiter. Sie möchte eine private Fachhochschule installieren, an der ein spezieller Studiengang „Bachelor of Nursing“ angeboten werden soll. Absolventen, so ist geplant, könnten Positionen im mittleren und oberen Management stationärer und auch ambulanter Pflegeeinrichtungen einnehmen.

Zum Schulanfang feierten gestern Lehrer und Schüler einen ökumenischen Gottesdienst mit Dekan Hans Hübner und seinem evangelischen Amtsbruder Rudolf Schmidt.

Manuela Cranz


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