No, is er denn scho drin?“
Mit „Wucht im Schlegel“ eröffnet Bürgermeister Kraus 28. Altstadtfest
Ebermannstadt. „Wissen Sie überhaupt, was unser Altstadtfest mit der Olympiade in Athen verbindet? – Beides findet zum 28. Mal statt“, lieferte Bürgermeister Franz Josef Kraus bei der Eröffnung des Altstadtfests den Besuchern gleich auch die Antwort auf seine Frage.
Gleichzeitig zogen aber auch dunkle Wolken auf, Regen setzte ein – ein Orakel auf Freitag, den 13.? Auf jeden Fall so was wie der „olympische Geist“ muss den Bürgermeister auch beim Bieranstich beflügelt haben, denn ganze zwei Hiebe auf den Zapfhahn, das ist ein Rekord.
„No, is er denn scho drin?“ staunte Kraus ob so viel Wucht, die er dem Schlegel gab. „Des bassd scho“, bestätigte Sonnenbräu-Festwirt Joseph Herbst. „Oogstoch’n is“, verkündete der Stadtchef also, mit der Hoffnung auf „ a schön’s Weeda“ für fünf vergnügliche Tage in der Altstadt. Und kaum schäumte das süffige Bier in die Krüge, klappten die Regenschirme wieder zu.
Prost mit Geistlichen, Politikern und Behörden
Unter den geladenen Gästen, die sich nach dem Zug durch die Hauptstraße vor dem Podium zuprosteten, hatte Kraus Stadtpfarrer Hans Hübner, Pfarrer i. R. Franz Deinlein, Stefan Alexander, Rektor auf Burg Feuerstein sowie Pastoralreferentin Dr. Andrea Friedrich begrüßt. Aus der ersten Reihe der Politik waren CSU-Bundestagsabgeordneter Hartmut Koschyk, Bezirkstagsvizepräsident Hans Kotschenreuther (CSU) und SPD-Kreisrätin Angelika Limmer dabei, ihre treue Verbundenheit zeigte die frühere CSU-Landtagsabgeordnete Irmgard Edle von Traitteur.
Stadträte und die Bürgermeister aus Pretzfeld, Wiesenttal und Unterleinleiter stießen mit an. Von der Direktion für Ländliche Entwicklung war Baudirektor Ulrich Müller anwesend, für die Polizeiinspektion Ebermannstadt Erster Polizeihauptkommissar Peter Kelke. Mit Stadtwerkeleiter Josef Weber gekommen war der Regionalbeauftragte der EON Bayern, Rolf Wuttschka.
Die Kerzen zu kurz oder zu wenig gebetet . . .
Mit „Grüß Gott, ihr Freunde“ oder Klängen von Ernst Mosch präsentierte sich die Blaskapelle Niedermirsberg zum Auftakt in Bestform. Als die Musiker von Alfons Herbst um 22 Uhr einpacken mussten, war im Jugentreff der Andrang für „HipHop meets Reggae“ so stark, dass an die 100 Besucher auf dem Gehsteig feiern mussten.
Innen brannte die Luft zur heißen Musik von Olli Eppenauer, Christian Haas, Frank Polster und Johannes Blos. Die Muttergottes am Marktplatz, auch Schutzpatronin der Stadt und durch Mariä Himmelfahrt eingebunden in das Fest, hat zumindest den ersten Abend für die rund 800 Besucher am Markt regenfrei gehalten. Am Samstag, als „Die Wilden Hund“ ihr Musikspektakel abzogen, aber gegen 21.30 Uhr ein Wolkenbruch die zahlreichen Fans in die Hauseingänge vertrieb, war sie nicht da mit ihrer schützenden Hand.
„Oder die Kerzen waren heuer zu kurz und es wurde zu wenig gebetet“, orakelte deshalb Wirtesprecher Wilhelm Dotterweich.
mao
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