Eine solche zentrale Veranstaltung – als Begründung sind Terminprobleme angegeben – führe zu einer Anonymisierung der Geehrten, war nur ein Einwand gegen diese Entscheidung. Mehrfach wurde zudem vermutet, dass zur Ehrung anstehende Dienstleistende die zentrale Veranstaltung gar nicht besuchen würden.
Im Gemeinschaftshaus in Gasseldorf kamen Vertreter von 38 Feuerwehren des KBI-Bezirkes 4 im Landkreis Forchheim. Kreisbrandinspektor Henkel, der dem Bezirk vorsteht, gab einen umfassenden Bericht für 2004.
Obwohl noch nicht alle Berichte eingegangen sind, sind bereits jetzt 3200 ehrenamtliche Helferstunden zu verzeichnen. Den größten Anteil daran haben mit 1901 Stunden die Einsätze zur Technischen Hilfeleistung, gefolgt von den Brandeinsätzen (1081 Helferstunden). Um dafür gerüstet zu sein, wurde viel Zeit in die Ausbildung investiert.
19 Gruppen stellten sich der Leistungsprüfung, zehn errangen die Deutsche Jugendleistungsspange, drei Termine standen zur Abnahme des Bayerischen Jugendleistungsabzeichens an. In sechs Lehrgängen wurden Truppmänner ausgebildet. Die weiterführende Truppführerausbildung wurde von 23 Aktiven erfolgreich durchlaufen. In acht überörtlichen Großübungen wurden wertvolle Erkenntnisse über Einsatzfähigkeit, Einsatzmittel und Aktualität der Alarmpläne gewonnen. In einigen Fällen flossen die Erkenntnisse aus diesen Übungen unmittelbar in die Gestaltung der Alarmpläne ein.
Kreisbrandmeister Michael Wölker, dessen Fachgebiet die Aus- und Weiterbildung der Atemschutzgeräteträger ist, berichtete davon. 2004 nahmen 115 Atemschutzgeräteträger an den Fortbildungslehrgängen in der Atemschutzübungsstrecke teil. In vier Grundlehrgängen wurden 28 neue Atemschutzgeräteträger ausgebildet.
Eindringlich erinnerte Wölker daran, dass die noch in zahlreichen Feuerwehren vorhandenen Atemschutzgeräte des Typs Drager PA 80 nur noch bis zum Jahr 2007 verwendet werden können, da die Ersatzteilproduktion für diesen Gerätetyp eingestellt wird.
Kreisbrandrat Reinhardt Polster gab einen Überblick über Änderungen. Neu gestaltet wurde die Bezuschussung von Beschaffungs- und Baumaßnahmen. Mit dieser Umstrukturierung soll der Förderstau abgebaut werden. Neben dem Wegfall des bisherigen jährlichen Pauschalzuschusses an die Kommunen war besonders die künftige, rein stellplatzbezogene Förderung des Baus von Gerätehäusern bemerkenswert. Bei dieser Förderung werden keine Vorgaben bezüglich eines Raumprogramms gemacht, allerdings sinkt auch die Zuschusshöhe.
Hinsichtlich der Einführung des digitalen Funkverkehrs, der in fast allen europäischen Ländern bereits eingeführt wurde, werde wohl noch einige Zeit vergehen, meinte Polster. Keineswegs sei damit zu rechnen, dass die neue Kommunikationstechnik, die den Analogfunk ablösen soll, zum ursprünglichen Termin 2006 eingeführt werde.
Kreisbrandmeisterin Anja Windisch, die zusammen mit Kreisbrandmeister Klaus Sreball für die Jugendarbeit der Feuerwehren im Landkreis verantwortlich zeichnet, nahm die Gelegenheit war, sich bei den Feuerwehren des KBI-Bezirks 4 vorzustellen. Sie bat um eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit.
tt