Er stammt aus dem elften Jahrhundert und stellt ein einzigartiges, überdurchschnittlich großes und vollständig erhaltenes Bodendenkmal dar. Der Burgstall diente früher als Repräsentationsbau und eignete sich vor allem wegen seiner exponierten Lage oberhalb von Ebermannstadt hervorragend für die Überwachung des Wiesenttals.
Der Bau größerer Burganlagen im Spätmittelalter führte zur verstärkten Aufgabe dieser Art von Turmburgen. Daher sind Turmburgen im westlichen Oberfranken vergleichsweise selten vorzufinden.
„Das jetzt bewilligte Projekt stellt einen wichtigen Mosaikstein im geplanten „burgenkundlichen Lehrpfad“ dar, der auf engstem Raum eine Zeitreise durch den Burgenbau in der Fränkischen Schweiz ermöglichen soll", betont Regierungspräsident Hans Angerer. Gefördert werden Durchforstungsmaßnahmen, Wegebau und die didaktische Aufbreitung der Turmhügelburg. Die Gesamtkosten für den Burgstall belaufen sich auf rund 50 000 Euro. Die Leader-plus-Förderung beträgt 25 000 Euro, die restlichen 25 000 Euro trägt die Stadt Ebermannstadt als Projektträger.
Die Lokale Aktionsgruppe „Kulturerlebnis Fränkische Schweiz“ beabsichtigt darüber hinaus, die zahlreichen kulturellen Besonderheiten im Bereich der Altstadt Forchheim und dem östlich davon liegenden Wiesenttal aufzuwerten und hochwertige Kulturangebote zu entwickeln. Sie sollen Kultur-Touristen in die Region locken und das Freizeitangebot für die heimische Bevölkerung bereichern.
Aus der Gemeinschaftsinitiative „Leader plus“ wurden bisher die Ausstattung für das stadtgeschichtliche und das Trachtenmuseum in der Kaiserpfalz sowie der museumspädagogische Raum bewilligt. Die Gesamtkosten für die Museumsprojekte belaufen sich auf rund 630 000 Euro. Der Leader- plus-Zuschuss beträgt etwa 266 000 Euro. Die Restfinanzierung wird von der Stadt Forchheim als Träger übernommen.