Ein sportliches „Sahnehäubchen“

Veranstalter loben Fränkische-Schweiz-Marathon und planen weiter – Keine Unfälle

Fränkische Schweiz/Ebermannstadt. Ein hohes Lob für den großen Einsatz der ehrenamtlichen Helfer und der Planer aus dem Organisations-Team gab es von Chef-Organisator Anton Eckert. „Alles gut gelaufen also beim fünften Fränkische-Schweiz-Marathon. Die Organisation stimmt, aber in welche Richtung die Veranstaltung läuft, soll strategisch durchdacht werden. Von der Organisation ist ein Grad erreicht, „wo es nicht mehr viel zu verändern gibt“, lobt Eckert. Jeder weiß, wo er anzupacken hat, „wo seine Kompetenzen liegen“. Vor allem die Leistungen der Ehrenamtlichen hebt er hervor. Etwa 800 waren es am Sonntag, die Bananen schnippelten, verteilten, Wasser und Fit-Getränke reichten, die Strecke absperrten und und und. Am Ende sollten sie unter anderem 1000 Meter Kabel verlegt, eine dreiviertel Tonne Bananen geschält, 8000 Liter Wasser ausgeschenkt, 100 Tische aufgestellt haben. Wie jedes Jahr eine logistische Meisterleistung.

Aber wie sieht es mit der sportlichen Ausrichtung der Veranstaltung aus? Es wird eine „Diskussions-Runde“ geben, verspricht Eckert, denn der Marathon soll sich „immer weiter entwickeln“. Es sollen „verschiedene Fragestellungen diskutiert“ werden. Die strategische Ausrichtung soll in einer Erklärung veröffentlicht werden.

Ziel solle es auch weiterhin sein, einen „sportpädagogischen Auftrag“ zu erfüllen. Die Mannschaft um Eckert will die Menschen „an den Laufsport heranbringen“. Der fünfte Fränkische-Schweiz-Marathon sei eine gute Werbung gewesen. Bestimmt würden sich einige Zuschauer überlegen, mutmaßt Eckert, das Training zu beginnen.

Zu diesem Einstieg seien die „Kurz“-Strecken über 16 Kilometer geeignet, allerdings dürfe, warnt Eckert, der eigentliche Marathon-Lauf „keine Unwucht“ erleiden. Auch das Verhältnis zwischen Top-Läufern und der breiten Masse müsse „verträglich gestaltet“ werden. Allerdings sei bei Großveranstaltungen dieser Art der Kompromiss das Maß der Dinge. Nochmals betont Eckert den „gesundheitspolitischen Rahmen“.

Mitorganisator Rainer Kestler nennt die sonntägliche Veranstaltung „ein Sahnehäubchen“. Seine Blicke gehen nach Würzburg, Regensburg und andere Städte, die Laufveranstaltungen auf die Beine stellen. Die Konkurrenz, gerade für Hobbysportler, die höchstens zwei Läufe im Jahr absolvieren, sei groß. Man müsse hier das Potenzial abschöpfen, aber so, „dass es sich lohnt“.

Auch Kunigunda Habermann, Pressesprecherin des Landrates, gibt der Veranstaltung beste Noten. Der Andrang zum autofreien Sonntagnachmittag beweise, wie gut er angenommen werde. Auch auf dem Teil der Strecke von Pottenstein nach Sachsenmühle, der frei von Sportlern war, seien bereits am frühen Morgen Fußgänger, Radler und vor allem Skater eingefallen. Habermann freut sich, dass auch die „Skater die Fränkische entdecken.“

Claus Schwarzmann, Bürgermeister von Eggolsheim und einer der angekündigten „prominenten“ Läufer lobte, „es hat alles gepasst“. Schon einen Tag danach, als er im Ziel angekommen ist, hat er sich vorgenommen, den nächsten Lauf wieder mitzumachen. Er sieht die Zukunft des Marathons als ein „Event für die Region und den Breitensport.“ Und zwar „nur“ darin.

Otto Lapp


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