Das wollte Hubert Herbst (CSU) so nicht akzeptieren. Er regte an, die Landkreisbehörde an ihre Zusagen von 30 Prozent der Kosten für einen Jugendpfleger – maximal aber 12 782 Euro – zu übernehmen. Immerhin sei Ebermannstadt neben Forchheim als eine der wenigen Kommunen bei der Stange geblieben und habe die Anregung des Jugendamtes umgesetzt.
Er hatte auch bestätigt, dass solche präventiven Angebote nicht immer gleich in fiskalische Einsparungen umgerechnet werden könnten. Die Summe dieser Aktivitäten leiste aber sicher einen Beitrag zur Entlastung sonst später notwendiger erzieherischer Interventionen. Mit anderen Worten: der Landkreis spart durch die Förderung der Jugendpflege, übersetzte Hubert Herbst.
Das sah auch Georg Held (SPD) so. Er plädierte ebenso wie Ludwig Walter (MOG) dafür, den Landkreis an früher gegebene Versprechen zu erinnern. Das wurde einstimmig so beschlossen.
Zuvor hatte Jugendpflegerin Milena Bucefari einen umfangreichen Tätigkeitsbericht abgeliefert. Im Mittelpunkt stand dabei das Ferienprogramm, das sich heuer über fünf Wochen erstreckte und das 215 Kinder zwischen acht und 14 Jahren in Anspruch nahmen. Durch die Einbindung der Vereine, die einen Großteil der 24 Veranstaltungen organisierten, war das Angebot umfang- und abwechslungreich wie selten.
Die nächsten Veranstaltungen sind bereits geplant. So steht am 3. November eine Fahrt ins Palm Beach auf dem Programm und am 4. November gibt es einen Erlebnistag im Jugendzentrum. Am Wochenende des 6./7. November fahren die Jugendlichen mit dem FCN Fanclub Mühlbachtal ins Nürnberger Fußballstadion.
Der Hauptausschuss beschloss, die Mittel für die Pflasterarbeiten in den Etat einzuplanen. Auch außen soll der Jugendtreff ansprechender gestaltet werden. Da der Putz bröckelt, soll das Gebäude komplett neu verputzt werden. Hier signalisierte die wieder belebte Werbegemeinschaft Ebermannstadt durch ihren neuen Vorsitzenden Wolf Sander finanzielle Hilfe.
Zufriedene Gesichter gab es auch bei den Mitgliedern des Freundeskreises Chantonnay. Vorsitzende Katja Metschnabl ließ die Mini-Olympiade Revue passieren, die abgesehen von Kleinigkeiten reibungslos verlaufen sei.
Bürgermeister Franz Josef Kraus bestätigte, dass es sich bei der Partnerschaft mit Chantonnay um eine lebendige Partnerschaft, eine Basis-Freundschaft handle. Dazu trage nicht zu letzt der Schüleraustausch mit dem College St. Joseph und dem Lycee Georges Clemenceau bei. Für wünschenswert hielt Katja Metschnabl die Teilnahme von Stadtratsmitgliedern an den Sitzungen des Freundeskreises, der jeden zweiten Mittwoch im Monat ab 18 Uhr im Gasthof Zur Post tagt.
Finanziell hielt sich die Mini-Olympiade im Rahmen. Wären nicht die Einnahmen drastisch weniger gewesen als geplant, hätte der Haushaltsansatz exakt gestimmt. Aber auch so bleiben die Gesamtausgaben mit 17 800 Euro unter dem Haushaltsansatz von 19 000 Euro.
Besonders lobte der Bürgermeister hier das Engagement des Freundeskreises. Dadurch konnte die Zahl der Arbeitsstunden der Stadtarbeiter von 195 auf 121 Stunden gedrückt werden. Für die Stadt bedeutet das immerhin eine Ersparnis von 1300 Euro.
Josef Hofbauer