Engagement zahlt sich in barer Münze aus

Abschlussbesprechung und Weichenstellung in Sachen Fränkische-Schweiz-Marathon – Dank an Helfer

Forchheim-Land. Nach dem Marathon ist vor dem Marathon, deshalb werden schon jetzt die Weichen gestellt für die fünfte Auflage des größten Sportereignisses der Region am 5. September 2004.

Außerdem wurden in der Abschlussbesprechung aller Verantwortlichen im Gasthof Goldener Ochs in Forchheim-Burk positive wie negative Ereignisse diskutiert und Verbesserungsvorschläge für die Zukunft erarbeitet.

Voll des Lobes zeigte sich Organisationsleiter Toni Eckert. Ihm sind keine nennenswerten Klagen zu Ohren gekommen, alles klappte „wie am Schnürchen“. Sein besonderer Dank galt neben dem Roten Kreuz dem Technischen Hilfswerk unter Holger Lenhardt und den zahlreichen Ortsfeuerwehren, die ihre Arbeit „sehr zuverlässig“ erledigten.

Bewährt hat sich seiner Ansicht nach die Werbung mit eigenem Stand an vielen deutschen Laufveranstaltungen. Dadurch konnte, im Gegensatz zu anderen Laufveranstaltungen, die Teilnehmerzahl gesteigert werden. Ein Tatsache, so Eckert weiter, sind die immer zahlreicher werdenden Marathons, bei ziemlich konstanter Läuferzahl. Da ein Marathoni pro Jahr durchschnittlich zwei bis drei Läufe absolviert, wird es in Zukunft zu Wettbewerbsverdrängungen kommen und einige kleinere Veranstaltungen auf der Strecke bleiben.

Für den heimischen Marathon sieht er keine Probleme, da der sich bayernweit als feste Größe in der Laufszene etabliert hat. „Zuwachspotenzial“ bei den Teilnehmern sieht Eckert im Bereich der „Handbiker“ und „Skater“. Hier soll künftig verstärkt in entsprechenden Fachmedien geworben werden. Wichtig ist für ihn, „Kontinuität beizubehalten“, weil sich das mittelfristig auszahlt.

Halbmarathon?

Diskutiert wurde ausgiebig über den Vorschlag des sportlichen Leiters Rainer Kestler, der sich für einen Halbmarathon aussprach, um höhere Teilnehmerzahlen zu erreichen. Mit einigen Schleifen durch Forchheim wäre Ebermannstadt als Ziel im nächsten Jahr möglich. Eckert erwiderte, dass darunter die Teilnehmerzahl des Paarlaufes leiden würde und gerade hier, so Lorenz Kaiser ergänzend (er ist, zusammen mit Rüdiger Hecht von der LG Forchheim für Start und Ziel und die Startunterlagen zuständig), sind heuer große Zuwächse zu verzeichnen gewesen.

Kestler gab weiter bekannt, dass man im nächsten Jahr wieder die oberfränkischen Meisterschaften bekommen könnte und im Jahr 2005 die süddeutschen Meisterschaften. Die entsprechenden Bewerbungen werden jetzt, nach Zustimmung des Gremiums, ausgearbeitet. Die Skater werden 2004 wieder die Bayerischen Meisterschaften und der Bayerncup hier austragen, das steht jetzt schon fest.

Der Organisationsaufwand für den Fränkische Schweiz- Marathon ist riesig und es ist daher fast unmöglich, alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Es hat zum Beispiel keiner von den Verantwortlichen damit gerechnet, dass sich Angehörige von Sportlern im Zielbereich in Forchheim an der Verpflegungsstelle der Läufer und Skater bedienten und damit Engpässe in der Versorgung entstanden. Als Erkenntnis aus dieser Tatsache wird nächstes Jahr der Zielbereich besser von den Zuschauern abgeschirmt.

Eine gute Idee brachte der BR-Sportreporter Wolfgang Reichmann zur Sprache. Er plädierte dafür, im Zielbereich eine erste Siegerehrung zu veranstalten, „damit die Zuschauer mehr von den Siegern haben und Zeit bleibt, diese zu interviewen“. Davon unabhängig soll es die eigentliche Siegerehrung wie bisher im Festzelt geben. Ungeklärt ist derzeit noch ob und wo ein Festzelt aufgestellt werden kann.

Ziel Ebermannstadt

Der Marathon 2004 endet wieder in Ebermannstadt, was einige Änderungen im Organisationsablauf notwendig macht, da dort andere Gegebenheiten vorherrschen als in Forchheim. Eng wird es im Zielbereich. Während die ersten Skater schon die Ziellinie überqueren, sind noch viele Läufer auf dem Hinweg; es herrscht ständig „Gegenverkehr“. Aus Sicherheitsgründen wird deshalb, auf Vorschlag von Elisabeth Schwanda (TSV Ebermannstadt), die Wechselstation für die Paarläufer verlegt. Verlängert wird der Zieleinlauf für die Skater, weil diese, bedingt durch den langen Gasseldorfer Berg, mit wesentlich höherer Geschwindigkeit als in Forchheim „einlaufen“.

„Verbesserungswürdig“ ist nach Ansicht von Eckert das Veranstaltungsangebot an der Strecke. Hier ist allerdings die Kreativität von Vereinen und der Gastronomie gefragt; Bratwurstbuden allein reichen nicht mehr aus. Am Beispiel Streitberg machte er deutlich, dass sich Engagement auch in barer Münze auszahlt. Der Ort hat sich mittlerweile als „Geheimtipp“ herumgesprochen und lockt (wegen des teilweise exotischen Angebotes und der Sambagruppe) Hunderte von Zuschauern während des Laufs und danach an.

löw


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