„Kummerkasten“ und „Prellbock“

Dekan Hans Hübner, Ebermannstadt, in sein neues Amt eingeführt

EBERMANNSTADT. Die 15 Pfarreien des katholischen Dekanats Ebermannstadt hatten am Fest des Apostels und Evangelisten Matthäus, ein gemeinsames Ziel: die Kirche Verklärung Christi auf dem Feuerstein. Im Rahmen der alljährlichen Dekanatswallfahrt wurde dort Pfarrer Hans Hübner Ebermannstadt, in sein neues Amt als Dekan eingeführt.

Die Verantwortlichen wollten mit der Wahl der katholischen Jugendburg als Wallfahrtsziel ein Zeichen setzen, „dass der Feuerstein ein wichtiger Ort für die Kirche in der Erzdiözese Bamberg und im Dekanat Ebermannstadt ist”. Hier wachse die Zukunft des Glaubens und bekomme das Evangelium von Jesus ein Gesicht.

Zum gemeinsamen Gottesdienst versammelten sich 13 Priester mit den Gläubigen aus den Pfarreien der Fränkischen Schweiz im Geviert des Hofes vor der Kirche. Rund 400 Menschen waren zum Gesang und Gebet bei der Eucharistiefeier unter dem strahlend blauen Himmel vereint. Mit Fahnen, Musik, Gesang und Gebet war das „pilgernde Gottesvolk” bergwärts gezogen.

Die Eucharistie wurde eindrucksvoll vom neuen Dekan Hans Hübner, in Konzelebration mit zwölf geistlichen Mitbrüdern, gefeiert. Im Rahmen des Gottesdienstes führte der neue Regionaldekan Monsignore Georg Holzschuh, Pfarrer Hans Hübner (62), im Auftrag von Erzbischof Dr. Ludwig Schick in seine neue Aufgabe als geistlicher Leiter des Dekanats Ebermannstadt ein. Holzschuh betonte, dass Pfarrer Hübner keine große Einweisung in das Amt brauche, da er schon vorher lange Jahre Dekan in Burgebrach und Bamberg war. Die Funktion eines katholischen Dekans umfasse keine Leitungsfunktion sondern sei mehr als Dienst anzusehen. Ein Dekan sei auch „Kummerkasten“ und „Prellbock”.

Der Regionaldekan aus Forchheim erinnerte daran, dass auch die Kirche künftig weniger Einnahmen habe und daher der freiwillige Dienst nötiger den je werde. Monsignore Holzschuh legte Pfarrer Hühner als Zeichen seiner neuen Verantwortung die Dekanatskette um.

Der neue Dekan aus Ebermannstadt tritt die Nachfolge von Pater Eugen Wetzel, Gößweinstein, an, der die Altersgrenze von 70 Jahren erreicht hat und ausscheiden musste. Alfons Galster, der oberste katholische Laie im Dekanat Ebermannstadt nahm die Gelegenheit wahr, den neuen Regionaldekan Monsignore Georg Holzschuh herzlich zu begrüßen.

In seiner Eigenschaft als stellvertretender Dekan würdigte der Obertrubacher Pfarrer Werner Wolf die lebendige Dekanatsgemeinschaft und sprach dem ausgeschiedenen Dekan Eugen Wetzel für zwölf Jahre Dienst herzlichen Dank aus.

Abschließend appellierte Dekan Hübner an den Zusammenhalt der Gläubigen. Gott sei die Garantie für die Kirche. Der Leiter der Jugendburg, Hans-Peter Kaulen, lud die Versammelten anschließend zu einem gemütlichen Zusammensein auf der Burgterrasse, bei Bratwürsten und Getränken, ein. Wie schon vorher bei der Wallfahrt sorgte die Blaskapelle Gasseldorf für den richtigen Ton. Der Gottesdienst wurde von der Ebermannstädter Band „Kailas“ eindrucksvoll gestaltet.

Zum Rahmenprogramm gehörte auch die Besichtigung von Burg und Kirche und das Besteigen des Turmes. Der Pfarrgemeinderat und Vereine aus Ebermannstadt zeichneten für die Bewirtung verantwortlich und waren auch bei der Ausgestaltung und Vorbereitung der Wallfahrt aktiv.

fpo


© FT 2003 - Der Inhalt der Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie der Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung des FT sind untersagt.