Erneut wurde damit den Erlanger Gebrüdern Kinzel und ihrer „Frankenland SGA“ der Bau einer Freizeitanlage einstimmig abgelehnt. Bei der ersten Planvorlage sollten zwölf Spielautomaten aufgestellt werden, erinnerte Bürgermeister Franz Josef Kraus.
Auch als die Spielgeräte auf sechs reduziert wurden, verweigerte das Baugremium mit Stimmenpatt ihre Zustimmung. Die Begründung: „Wir sind eine Schulstadt und wollen dem Zeitvertreib an Geldspielautomaten in einer „Spielhölle“ keinen Vorschub leisten“. In einem Schreiben des Landratsamtes vom Mai 2001 wurde dieser Beschluss für rechtswidrig erklärt und außer Kraft gesetzt. Dem Bau-Sachstandsbericht war zu entnehmen, dass Anfang Oktober mit der Kanalsanierung in der Altweiherstraße begonnen werden soll. Der Kostenaufwand von 280.000 bis 300.000 Euro betrifft zu einer Hälfte den Kanalbau zur anderen die Straßenerneuerung. An ein Ebermannstädter Statikbüro ging der Auftrag über 10.000 € zur Überprüfung von 30 Brücken im Stadtgebiet. Einstimmig befürwortet wurde der Jahresantrag 2004 für Maßnahmen im Rahmen des Städtebau-Förderungsprogrammes. Vorgesehen sind dabei 315.000 € förderfähige Kosten für die Neugestaltung des Straßenteils zwischen Rosengasse und Wiesentbrücke sowie 25.500 € für Einzelhaussanierungen.
Ein Additionsfehler, den Ludwig Brütting im Fortschreibungsjahr 2005 aufspürte (nicht 826.000 Euro, sondern über 1,23 Millionen Euro hätte unter dem Strich stehen müssen), veranlasste ihn auf eine Verschiebung der Maßnahmen (darunter die Basteibräugasse und das Rathaus-Umfeld) zu drängen, „weil das Geld eh fehlt“. Besser sei es, das Zahlenwerk so stehen zu lassen. „Vielleicht ändert sich die Lage bis dahin und es gibt doch einen Zuschuss“, setzte Herbert Herlitz von der Verwaltung auf das Prinzip Hoffnung.
mao