Rot/Grün-Kombination abgelehnt

Ebermannstadt kündigte Mitgliedschaft beim Verein „Die Burgenstraße“

EBERMANNSTADT. Gegen einen Grünpfeil für Rechtsabbieger und gegen einen Kreisverkehr an der Einmündung der Staatsstraße von Kanndorf kommend in die Bundesstraße 470 sprach sich der Haupt- und Kulturausschuss des Stadtrates Ebermannstadt aus. Das Gremium bestätigte auch den vorsorglichen Austritt aus dem Verein „Die Burgenstraße“.

Dem Ersuchen des Stadtrates, die Möglichkeit eines Grünpfeiles für Rechtsabbieger an der Staatsstraßen-Einmündung von Kanndorf kommend in die B 470 einzurichten, konnte sich die zuständige Sachbearbeiterin des Landratsamtes nicht anschließen. Sie sprach sich wegen einer „zu erwartenden Erhöhung der Gefährdung durch die Einbiegenden“ gegen die Rot/Grün-Kombination aus.

Da die Stadt an diese Entscheidung gebunden ist und Bürgermeister Kraus Rechtsmittel in diesem Fall für nicht für angebracht hielt, bleibt alles beim Alten. Die andere Alternative, ein Kreisverkehr, sei allein aus finanziellen Gesichtspunkten nicht vertretbar. Er würde zudem eine Einschränkung für die Bebauung am Oberen Tor bedeuten, ergänzte Hubert Herbst. Problematisch wäre ein Kreisverkehr an dieser Stelle auch deshalb, weil die Verkehrsströme unterschiedlich stark sind.

Viel zu teuer

Der Imagegewinn stehe in keinem Verhältnis zum finanziellen Aufwand, befand das Gremium und bestätigte damit den Austritt aus dem Verein „Die Burgenstraße e.V.“. Dieser Verein hatte den Mitgliedsbeitrag von bisher 350 Euro auf 3420 Euro nahezu verzehnfacht. Diese Summe errechnet sich aus dem Beitrag von rund tausend Euro und einer zusätzlich alljährlich zu entrichtenden Umlage von 2087 Euro plus Mehrwertsteuer. Bis auf Gößweinstein, das in dieser Angelegenheit noch nicht entschieden hat, sind alle anderen Kommunen aus der Fränkischen Schweiz aus dem Verein Burgenstraße ausgetreten.

Zugestimmt hat das Gremium der Verlegung des dritten verkaufsoffenen Sonntags vom 14. September auf 17. August. Damit weichen die Geschäftleute dem Fränkische-Schweiz- Marathon aus. Allerdings ist am 17. August das Altstadtfest in vollem Gange. Als Alternative war der 18. Oktober zur Wahl gestanden, doch an diesem Tag wird die Breitenbacher Kerwa gefeiert, so dass sich die Geschäftslute schließlich auf den 17. August einigten.

1051 Leute in zwei Tagen

Positiv stimmten die Ausschussmitglieder die Besucherzahlen des Heimatmuseums. Obwohl zwischen November 2001 und März 2002 offiziell geschlossen war, wurden dennoch 928 Besucher gezählt. Noch beeindruckender waren die 1051 Personen, die an nur zwei (!) Tagen die Krippenausstellung besichtigten. Und beim Ostereiermarkt war der Andrang so groß, dass die Besucherzahl nur geschätzt werden konnte, vermerkte Museumswart Anton Hostalka in seinem Museumsbericht 2002.

Entsprochen wurde auch einer Anregung von Konservator Dr. Holger Mertens vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, als Matial für die Beschilderung historischer Gebäude Plexiglas zu verwenden. Da diese „schlichte, zeitlose und nicht historisiserende Gestaltung “ nicht teurer ist als die ursprünglich ins Auge gefassten Schilder, soll dem Wunsch des Denkmalschützers entsprochen werden. Beim Text wird es keine Änderungen geben. Die Kritik des Fachmannes dazu lautete: „Die knappe Darstellung der wesentlichen Fakten scheint mir gut gelungen“.

Keine Unregelmäßigkeiten

Nicht einfach so im Raum stehen lassen wollte Hubert Herbst den FT-Artikel: „Glauber rechnet scharf nach“. Die Aussagen des Landrats sieht er als Angriff auf den Bürgermeister und den Stadtrat. Die Unterstellungen wies er daher auf Schärfste zurück. Sämtliche erhobenen Vorwürfe entbehrten jeder Grundlage, so Herbst.

Bürgermeister Kraus bekräftigte, dass er sich als Vertreter der Stadt stets korrekt verhalten habe und keinerlei Unregelmäßigkeiten zuschulden kommen habe lassen.

JH


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