Weniger Gäste, weniger Jobs

Arbeitslosenzahl schnellte in Ebermannstadt dramatisch hoch

Ebermannstadt. Rückläufige Übernachtungszahlen präsentierte Verkehrsamtsleiterin Angelika Theiler in ihrer Jahresbilanz. Dagegen weist die ebenfalls vorgestellte Arbeitslosenstatistik einen steilen Anstieg aus. Die Zahl der Erwerbslosen stieg stark an und hat das Niveau von Februar 1998 erreicht.

Bei den Gästeankünften, so Angelika Theiler, sei ein Minus von 5,8 Prozent zu verzeichnen. Die Anzahl der Übernachtungen sank unter die 80 000-er Grenze , vier Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Diese Zahlen relativierte Bürgermeister Kraus. Da gleichzeitig die Zahl der zur Verfügung stehenden Betten prozentual gesehen in dieser Größenordnung zurückgegangen sei, könne man eher von einer Stagnation sprechen. Gab es vor drei Jahren noch 395 Betten in Gasthöfen und Pensionen, so ging diese Zahl auf 370 im Vorjahr zurück. Im Privatbereich sank die Zahl der Vermieter von 61 Anbietern, die 311 Betten vorweisen konnten auf 49, die eine maximale Belegung von 249 Betten anbieten können.

Speziell geworben hat Verkehrsamtsleiterin Angelika Theiler zusammen mit der Museumsbahn auf den Touristikmessen in Nürnberg und München, wo die Naherholer und die Bewohner der Landeshauptstadt auf die Fränkische Schweiz aufmerksam gemacht wurden. Um das touristische Angebot für Reisegruppen zu stärken, soll der Bereich Stadtführungen ausgebaut werden, regte Angelika Theiler an. Dazu sind neben Altbürgermeister Karl Theiler und Heimatpfleger Erich Döttl aber weitere Stadtfürher notwendig. Sie müssten in Stadt- und Kulturgeschichte geschult werden.

Dramatische Zahlen offenbart die Arbeitslosenstatistik für Ebermannstadt. Hier ist im Februar im Vergleich zum Vorjahr eine starke Zunahme der Erwerbslosen zu verzeichnen. Im gesamten Landkreis Forchheim stieg die Zahl der Arbeit Suchenden kräftig an. Statt zwei Jugendlicher unter 20 Jahren, die einen Job suchten, waren es dieses Jahr zwölf. In Prozenten eine Zunahme um 500 Prozent. Die Zahl der Jugendlichen zwischen 20 und 25 Jahren stieg um 104 Prozent von 21 auf 43.

Verwundert zeigte sich Bürgermeister Kraus, dass die neu gewählten Feuerwehrkommandanten bzw. Vorsitzenden der Wehren aus Burggaillenreuth, Niedermirsberg und Gasseldorf diese Posten noch gar nicht antreten dürfen. Ihnen fehlt größenteils die Befähigung, die durch entsprechende Lehrgänge nachgewiesen werden muss. Die neuen Verantwortungsträger sollen die Trupp- und Gruppenfüherlehrgänge umgehend nachholen, empfahlen die Ausschussmitglieder. Nicht gerüttelt wurde an der bestehenden Verordnung über das Verbrennen von holzigen Gartenabfällen im Stadtgebiet. Bis zum Auslaufen der Verordnung im nächsten Jahr müssen die Nachbarn noch mit „Rauchzeichen" leben.

Schließlich billigte das Gremium die Satzungsänderungen der Entwässerungssatzung, die dem Stradtrat zur endgültigen Beschlussfassung vorgelegt werden sollen. Vorgesehen ist, dass die Wassergebühren von 1,10 auf 1,45 Euro angehoben werden. Für Einleiter, die mehr als 50 000 Kubikmeter einleiten, steigt die Gebühr nach der vorgelegten Berechnung von 86 Cent auf 1,16 Euro.

Josef Hofbauer


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