Blitz, Donner, Bieranstich
Altstadtfest Ebermannstadt eröffnete mit afrikanischen Gästen
EBERMANNSTADT. Um 19 Uhr am Donnerstag war noch Blitz und Donner, eine Stunde später stand dem 27. Altstadtfest in Ebermannstadt nichts mehr im Weg.
Vor viel Prominenz und dem Beifall vieler Gäste erklärte Bürgermeister Franz Josef Kraus mit seinem Bieranstich auf dem Marktplatz das Traditionsfest für eröffnet.
„Ein Leben ohne Fest ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus“, zitierte Kraus den griechischen Philosophen Demokrit bei seiner Einladung für alle, eine Station auf dem Altstadtfest einzulegen.
Mit Aushilfspfarrer Dr. Krzystof Grzywocz, Kaplan Stefan Alexander, der von Burg Feuerstein gleich noch sieben afrikanische Priester mitbrachte, die hier einen Sprachkurs absolvieren, und Ruhestandspfarrer Franz Deinlein war auch die Geistlichkeit – wie auch die Politik – in höchster Zahl vertreten. Es ist eben nicht mehr lang bis zur Wahl.
Das erste Mal da, und mit dem CSU-Stimmkreisabgeordneten MdB Hartmut Koschyk auch Erster am Treffpunkt Kirchenplatz war Regierungspräsident Hans Angerer.
Angerer auf Partnersuche
Nicht aber wie die weitere CSU-Armada mit MdL Eduard Nöth, Bezirksrat Hans Kotschenreuther, OB Franz Stumpf, Kreisrat Peter Eismann, und von der SPD Angelika Limmer sowie von den Freien Wählern Landrat Reinhardt Glauber und Johann Deuerlein auf Stimmenfang, sondern auf Partnersuche. Nämlich für den Fränkische-Schweiz-Marathon, an dem der oberste Repräsentant des Bezirks im Vorjahr aktiv teilgenommen hatte. „Auf mich können sie da aber nicht zählen“, winkte Kraus gleich ab und unterbreitete dem Präsidenten lieber die Bitte nach Unterstützung für die Schulsanierung und die geplante Mehrzweckhalle.
Aus dem langen Zug zum Marktplatz, den die Niedermirsberger Blaskapelle angeführt hatte, begrüßte Kraus weiter Stadt- und Kreisräte, die Bürgermeister der Nachbargemeinden, den neuen Direktor des Landwirtschaftsamtes, Reinhold Wunder, die Vertreter wichtiger Ämter und Geschäftspartner seiner Stadt sowie die Bürger und Gäste, die trotz nicht ganz sicherer Wetterlage in die „Gute Stube“ geströmt waren.
Karl Theiler unvergessen
In der Stunde des Feierns unvergessen war dem Stadtchef der kürzlich verstorbene Initiator des Altstadtfestes, Altbürgermeister und Ehrenbürger Karl Theiler, der diesen Festhöhepunkt des Jahres erstmals nicht mehr erleben konnte: das „Gebet“ des Mundartpoeten, „Herrgott mach a gutes Weeda, zum Altstadtfest der Ermaschdeeda“ möge wie all die Jahre auch heuer erhört werden, betonte Franz Josef Kraus, bevor er mit drei sanften Schlägen auf den Zapfhahn und dem Ausruf „Oagschdoch’n is“ dem 27. Altstadtfest einen guten Verlauf und allen Besuchern frohe Stunden wünschte.
Och M.
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