Das untere Scheunenviertel bietet dazu genau das richtige Ambiente, so dass der Besucher mit allen Sinnen längst vergangene Bräuche und Handwerk, Kultur und Mode und vieles mehr erfassen kann. Schon bei der Abzweigung zum Scheunenviertel lädt ein uraltes Holzbierfass, Fassungsvermögen 1019 Liter, auf einem Holzwagen zu einem Abstecher ein.
Eine Kunstschmiede mit filigranen Schmuckstücken aus Metall, eine alte Fladenbrotbäckerei wecken gleich zu Beginn das Interesse. Lehm als Baustoff in Literatur und Praxis, vorgeführt von der Lias-Grube lässt uralte Baumethoden wieder auferstehen, ebenso der Sensendengler mit Hammer und Dengeleisen. Das Herstellen von Kämmen, Brautkronen, Zinnfiguren, Holz- und Spielsachen wird ebenso bestaunt wie das Korbflechten, Küchlabacken, Drechseln und Korbflechten, um nur einige der gezeigten alten Handwerkskünste zu nennen.
Den musikalischen Rahmen übernahm die Musikschule Ebermannstadt und dazu Kurt Konrad Knippschild. Natürlich war für Getränke und Speisen gesorgt, so dass neben den vielen geistigen Inspirationen auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam. Nur ein Schelm konnte den gleich am Anfang stehenden großen Schwenkgrill über dem Holzfeuer und die am Ende des Markte sich munter tummelnden Ferkel und Zicklein in (einen lukullischen) Zusammenhang bringen.
Doch auch in der Hauptstraße und am Marktplatz herrschte emsiges Treiben, hatten doch neben den Cafes, Eisdielen und der Gastronomie auch die Geschäfte geöffnet, um ihre Waren feilzubieten.
HV