GASSELDORF. Was die Gasseldorfer in den letzten sechs Jahren durch Eigeninitiative alles geleistet haben, ist beispielgebend für die gesamte Region. Deshalb hat Gasseldorf auch den Kreisentscheid beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ im Landkreis Forchheim gewonnen, würdigten die offiziellen Vertreter bei der Preisverleihung.
Herausragend ist dabei der Umbau des Feuerwehrhauses in ein schmuckes Mehrzweckhaus oder „Gemeindezentrum“, wie der Ebermannstadter Bürgermeister Franz Josef Kraus bei der Siegerehrung betonte. Gekostet hat das gesamte Projekt rund 270.000 Euro. Durch den Zuschuss der Direktion für Ländliche Entwicklung (DLE) und den Erlös des Verkaufes der alten Schule kamen rund 208.000 Euro wieder herein. Die Stadt selbst musste deshalb nur noch rund 70.000 Euro bereitstellen. Weitere 70.000 Euro erbrachten die Gasseldorfer durch Eigenleistungen. Wie Günther Brütting informierte, haben die Gasseldorfer 6100 Arbeitsstunden erbracht. 65 Bürger spendeten noch rund 12.000 Euro.
Ein weiteres großes Dorfprojekt war vorher der Anbau des Sportlerheimes mit Gestaltung der Außenanlagen, ein Bauvorhaben mit knapp 45.000 Euro, wofür die Stadt lediglich einen Zuschuss von 5.000 Euro bereit stellte. Zudem übernahm die Kommune die Erschließungskosten und stellte das Bauholz bereit. Die Eigenleistung beim Sporthausbau – der rechtzeitig zum 30-jährigen Jubiläum im Juni 2000 eingeweiht werden konnte – waren 3650 Arbeitsstunden.
Zur Kirchweih 1999 war bereits der neue Kinderspielplatz nach 368 Arbeitsstunden eingeweiht worden. Zurückgegangen war diese Initiative auf die jungen Mütter von Gasseldorf die ein Jahr zuvor rund 3.700 Euro an Spenden für den Kinderspielplatz gesammelt hatten. Die reinen Materialkosten betrugen rund 14.500 Euro, an denen sich Ebermannstadt zur Hälfte beteiligte.
Jüngstes Großprojekt in Gasseldorf war der Neubau einer Lager- und Gerätehalle für die Dorfgemeinschaft mit deren Bau am 10. Mai 2001 begonnen wurde. Gekostet hat die Halle dann (nur Materialkosten) rund 27.500 Euro. Die Eigenleistung der Gasseldorfer für dieses Projekt wurde auf 1228 Stunden veranschlagt. Sie erbrachten 39 Bürger an acht Wochenenden.
tw