Hitze brachte Besucherrekord

Im Freibad Ebermannstadt wurde die Höchstzahl von 1993 überboten

EBERMANNSTADT. Lange Schlangen an der Rutsche, Rekordumsätze am Kiosk, kaum noch Platz im Wasser. Die Hitze in diesem Sommer bescherte den Stadtwerken Ebermannstadt neue Besucherrekorde: 108 000 Besucher strömten dieses Jahr ins Erlebnisbad, um sich zu erfrischen oder einfach nur in der Sonne zu liegen. Die bisherige Höchstzahl wurde 1993 mit 104 000 Badegästen erreicht.

Zu den beliebtesten Attraktionen zählte neben der Wasserrutsche das Beachvolleyballfeld. Die Entscheidung der Stadt, den dreimal so teuren „weißen“ Sand anstatt grobem Bausand zu verwenden, stellte sich als richtig heraus. Denn diese Sorte ist nicht nur beim Spiel von Vorteil, wo sie weicher ist. Der feinere Sand verstopft auch die komplizierten Rohrsysteme nicht so leicht, sagte Josef Weber, Leiter der Stadtwerke.

Bei der Wasserqualität werden im Ebermannstadter Freibad keine Abstriche gemacht, sagt er.

Creme trübt das Wasser

Selbst am 10. August, als ein enorme Zahl von 3570 Badegästen kamen, gab es keine Probleme bei der Hygiene, da das Wasser ständig wieder aufbereitet wird, und die Chlorzugabe sich ständig anpasst. Zwar trübt sich das Wasser im Lauf des Tages etwas, vor allem durch die Menge an Sonnencreme, dies stelle aber keine gesundheitliche Gefahr dar, sagt Weber.

Das Wasser aus dem Kinderbecken wird nicht wieder aufbereitet, sondern kontinuierlich komplett durch Frischwasser ersetzt.

Abgesehen von einer Frau, die, als spielende Kinder vorbei rannten stürzte, und sich den Arm brach, gab es glücklicherweise keine schwereren Verletzungen. Bademeister und Wasserwacht mussten dafür um so öfter Wespenstiche behandeln.

Aufgrund der kühleren Tage wird das Freibad am Samstag, 13. September, geschlossen, denn die Besucherzahlen halten sich jetzt in Grenzen. Die Heizkosten, um die Wassertemperatur nie unter 23 Grad sinken zu lassen, würden sonst auch zu hoch, sagt Weber.

Und weiter absenken möchte er die Temperatur nicht. Die letzen Unerschrockenen, die sich bei dem Wetter noch ins Wasser wagen, sollen nicht vergrault werden und nächstes Jahr wieder kommen.

Christian Horn


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