Viele wollen die Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen, so wie sie Hackschnitzelheizungen schon in Forchheim, Gräfenberg, Eggolsheim und auf dem Feuerstein liefern: Bauernverband, Waldbauernvereinigungen, der Landrat. Die Vorteile liegen auf der Hand: Energie aus der Region für die Region, umweltschonend genutzt und der Landwirtschaft eine Einkommensquelle darbietend.
Mit dem Bau der Mehrzweckhalle in Ebermannstadt wurde die Frage der Wärmeversorgung für das Schulzentrum aufgeworfen, vor allem deshalb, weil die Realschulheizung erneuert werden muss und die des Gymnasiums ihre „Halbwertszeit“ erreicht hat.
Bürgermeister Franz Josef Kraus ist vom Sinn einer Biomasse-Lösung überzeugt, aber den Stadtrat, der am 23. Juni über die Art der Beheizung entscheiden will, bewegen noch offene Fragen wie der Platzbedarf für das Heizwerk, die Zufahrt und Wendemöglichkeit für größere Lieferfahrzeuge. Außerdem bieten sich die Stadtwerke als Gaslieferant an.
All die Fragen wurden jetzt bei einem Vorgespräch im Rathaus diskutiert. Neben Kraus nahmen Landrat Reinhardt Glauber, der Kreisvorsitzende des Bauernverbandes, Hermann Greif, und Ludwig Thiem, Geschäftsführer der Waldbauernvereinigung Fränkische Schweiz teil.
Glauber sieht im Schulzentrum ein „ideales Areal“, von dem aus auch Abnehmer im Wohnbereich bedient werden könnten. Thiem betonte, dass ausreichende Schwachholzressourcen vorhanden sind, allein die 500 Hektar Waldbesitz von Ebermannstadt würden zur Deckung des Bedarfs ausreichen. Bei einem unverbindlichen Gespräch in Moggast hätten bereits 20 Bauern Interesse gezeigt, Anteile bei der zu gründenden Gesellschaft zu zeichnen. Bei einer Einlage von 1000 Euro wird die Abnahme von fünf Tonnen Holz zu einem vorher bestimmten Preis garantiert, gibt es Optionen auf weitere Holzabnahme.
Eine Aufklärungsversammlung für Interessenten findet nun am Donnerstag, 3. Juli, im Gasthaus Sonne statt.
mw