Ein ganzes Dutzend gefragt

Horst Thiel ist Ortssprecher für Niedermirsberg

Niedermirsberg. Im Rahmen einer Bürgerversammlung, an der 69 Personen teilnahmen, wurde Horst Thiel, seit gut einem Jahr in Niedermirsberg lebend, zum neuen Ortssprecher gewählt. Zuvor hatten es elf „Einheimische“ abgelehnt, für das Amt zu kandidieren.

Von den 69 Anwesenden erhielt Thiel 40 Stimmen und will „zum Wohle Niedermirsbergs“ im Stadtrat tätig werden.
Bei der nächsten Stadtratssitzung am 5. Mai wird der neue Ortssprecher in sein Amt eingeführt.

Bürgermeister Franz Josef Kraus informierte die Versammlung, dass eine Verlegung des Kinderspielplatzes vom Wiesengrund zur Bushaltestelle im Ortsmittelpunkt vom Bauausschuss nicht befürwortet wurde. Der mit einem Kostenaufwand von 7500 € errichtete Spiel- und Bolzplatz mit Grill- und Freizeitmöglichkeiten bleibt an der bisherigen Stelle. Zusätzlich wird im Innenbereich die Anlegung eines Kleinkinder-Spielplatzes mit Schaukel, Wippe und Sandkasten ermöglicht.Dazu ist es jedoch nötg, den bisher als Wurzbüschelgarten geplanten Bereich mit Hilfe der Direktion für Ländliche Entwicklung umzugestalten. Die Stadt Ebermannstadt beteiligt sich an den auf 1000 € bezifferten Kosten.

Eine von Bürgern beantragte Rodung im Bereich oberhalb der Kalkgasse scheitert daran, dass das Forstamt einen Schutzwald festgestellt hat. Die Entfernung einzelner Bäume ist nach Rücksprache mit dem Forstamt jedoch möglich.

Bürgermeister Kraus unterrichtete die Versammlung auch, dass der Stadtrat den Anbau eines Gemeindesaals an das bisherige Feuerwehrhaus durchaus positiv sieht, allerdings unter der Voraussetzung, dass mit den Niedermirsberger Vereinen eine positive Zuschuss- und Vertragsregelung zu Stande kommt. Deshalb werden Vorschläge von den Vereinen erwartet.

Lobend erwähnte das Stadtoberhaupt die Renovierung der Jakobuskirche, die erstmals im vergangenen September am Tag des Denkmals geöffnet war. Hier könne man sehen, zu welcher Leistung eine Dorfgemeinschaft fähig sei. Die noch nicht ganz abgeschlossenen Renovierungsmaßnahmen, für die Geistlicher Rat Bartholomäus Götz verantwortlich zeichnet, seien als überaus positiv zu beurteilen.

Gegen Gülle

35 Jahre Blaskapelle Niedermirsberg zeugen davon, dass gute Nachwuchsarbeit betrieben wird und somit die Musikanten Säule des kirchlichen Lebens und der Dorfgemeinschaft sind. Da die Stadt auf unerlaubtes Einleiten von Gülle in den Krebsbach hingewiesen wurde, sind entsprechende Maßnahmen eingeleitet worden.

Erfreut nahmen die Niedermirsberger zur Kenntnis, dass die notwendigen Ergänzungsbeiträge bei der Erweiterung der Kläranlage in Raten erhoben werden. Mit dem Bau der Kläranlagenerweiterung, deren Ausbau auf Grund neuer und verschärfter Richtlinien des Gesetzgebers erforderlich sind, wird im Sommer begonnen.

Scharf kritisierten die Niedermirsberger, dass am Ortseingang ein städtischer Kirschbaum von einem Anlieger in unzulässiger und nicht fachmännischer Weise geschnitten wurde.

Bedenkliches Bauen

Durch Baumaßnahmen im Rahmen der Flurentwicklung wurde die Angerstraße in Mitleidenschaft gezogen. Hier soll Abhilfe geschaffen werden. Außerdem ist der Großteil der im Rahmen der Dorferneuerungsmaßnahmen eingebauten Pflastersteine lose. Es wird befürchtet, dass die Straße in Mitleidenschaft gezogen wird.

Sehr interessiert sind die Niedermirsberger am Sachstand zur Einleitung von Drainagewasser in den Schmutzwasserkanal. Das Bauamt soll einen Bericht abgeben.


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