Ebermannstadt. Ziel der neuen Jugendpflegerin in Ebermannstadt ist es, einen städtischen Jugendtreff aufzubauen und das Freizeit-Angebot für Kinder und Jugendliche zu vernetzen. Stadtrat Ludwig Brütting bezeichnete Milena Bucefari deshalb als „Spinne, die die Fäden knüpft“.
Die Stadt und die Klientel kennen lernen, waren die Hauptaufgaben, seit Milena Bucefari am 1. September ihre Stelle als neue Jugendpflegerin in Ebermannstadt angetreten hat. Immerhin gibt es rund 1600 Jugendliche zwischen sieben und 25 Jahren. Davon möchte sie möglichst viele erreichen.
Zum einen soll das über das Jugendbüro im Verkehrsamt der Stadt, zum anderen über den Jugendtreff, dessen Eröffnung sich „ein wenig verzögert“ wie Jugendbeauftragter Richard Wiegärtner erklärte. In etwa acht Wochen rechnet er könnte die Einweihung stattfinden. Dank einer Spende der Stadtwerke werde der Etat von 7500 Euro sicher nicht überzogen, beruhigte Wiegärtner seine Stadtratskollegen.
Was hier von den Jugendlichen in Eigenregie geleistet wurde, nötigte der neuen Jugendpflegerin höchsten Respekt ab. Und es soll so weiter gehen. So hat sie für ihre Jugendarbeit das Motto ausgegeben: „Mitmachen, mitreden mitentscheiden“. Unter der gleichen Prämisse soll auch das Ferienprogramm stehen, das es künftig nicht nur während der „großen Ferien“ geben soll, sondern immer dann, wenn Ferien anstehen.
Darüber hinaus versteht sich Milena Bucefari auch als Anlaufstelle für Jugendliche aus Vereinen, für Lehrer und Eltern. So nimmt sie sich auch Zeit für die Betreuung von „Einzelfällen“. Freizeit und Bildungsmaßnahmen stehen ebenso auf dem Programm wie Workshops und Filme.
Derzeit gilt das Haupt-Augenmerk aber der Unterrichtsarbeit in den Schulen. So stellt sich die neue Jugendpflegerin in den Klassen fünf bis zehn der Hauüptschule Ebermannstadt vor und kann so ihre Klientel kennen lernen. Ähnliche Unterrichtseinheiten sind auch für die Realschule und das Gymnasium Ebermannstadt vorgesehen. Die Schuleitung habe sich interessiert gezeigt.
Im Rahmen dieser Unterrichtsaktivitäten unter dem Motto „Kinder in action“ werden die Schüler/innen nach ihren bevorzugten Freizeit-Aktivitäten befragt. Aus der Auswertung der Ergebnisse will Milena Bucefari zielgruppenorientierte Angebote entwickeln. Neben der Grobziel-Vorgabe heißt es aber auf individuelle Gegebenheiten schnell zu reagieren.
So haben Jugendliche aus der Skatergruppe ein neues Gerät für den Skaterplatz selbst entworfen und hergestellt. Die Jugendpflegerin kümmerte sich darum, dass dieses Gerät auf die Sicherheitsbestimmungen hin überprüft und vom Bauhof eingebaut wurde.
JH