Sanitärbereich nicht zumutbar

WC-Anlage im Rathaus wird erneuert

Ebermannstadt. „Der Putz bröckelt und die Platten fallen herunter“ schilderte Bürgermeister Franz Josef Kraus den Mitgliedern des Bauausschusses die Situation im Rathaus. Deshalb sollen im Zuge der Unterhaltsmaßnahmen zumindest die WC-Anlagen umgehend erneuert werden.

Der Sanitärbereich sei wirklich nicht länger zumutbar, waren sich die Stadträte einig. Die Kosten für eine Gesamtsanierung des Rathaues werden seit geraumer Zeit vom Büro Lautner ermittelt. Dritter Bürgermeister Ernst Schmeußer hatte deshalb bei Bauamtsleiter Erich Seitz diese Kosten angemahnt. „Um planen zu können“ begründete Schmeußer. Diese Kosten hätten die Ausschussmitglieder in der nächsten Sitzung auf dem Tisch, versicherte die Verwaltung.

„Kein Palast“

Bürgermeister Kraus ergänzte, dass Unterhaltsmaßnahmen dringend notwendig seien. Er habe das Gesamtkonzept bisher nur deshalb nicht forciert, um nicht dem Vorwurf ausgesetzt zu sein, er wolle „einen Palast“.

Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister, dass seitens der Bahn der Ausbau des Bahnsteiges in Angriff genommen wurde. „Immerhin haben die sechs Jahre nach unserer Ausschreibung bereits zu bauen begonnen“ kommentierte er ironisch. Die Stadt sei an den Gesamtkosten mit rund 28 000 Euro beteiligt. Es entstehe eine Rad-Unterstellhalle und der Bahnsteig-Vorplatz werde ansprechend gestaltet. „Die Sadt hat großes Interesse, dass dieser Bereich einladend aussieht“. Die Arbeiten sollen bis Pfingsten beendet sein.

Wie dem Bausachstandsbericht weiter zu entnehmen war, sollen die Erschließungsarbeiten beim Baugebiet Judenäcker bis Juli abgeschlossen sein. Das beauftragte Unternehmen sei zwar zeitlich im Verzug, doch werde seitens der Stadt darauf geachtet, dass der ursprüngliche Terminplan auch eingehalten wird. Bauinteressenten könnten davon ausgehen, dass sie noch in diesem Sommer beginnen könnten. Für das Baugebiet Druidenleite läuft derzeit die Ausschreibung.

Im Hinblick auf den Bau der Mehzweckhalle informierte Bürgermeister Kraus, dass es sich nach den bisherigen Vorstellungen um ein „sehr schlichtes, helles und sehr funktionales Gebäude“ handeln werde. Für die Sportler werde es einen eigenen Eingang geben, während das Foyer den Zuschauern vorbehalten bleiben soll. Von der Bauweise sei an „Wandsichtbeton mit Farbtupfern“ gedacht informierte Kraus. Gegenwärtig würden die Vorstellungen der Stadt in den Antrag eingearbeitet, der bei der Regierung von Oberfranken liegt.

Dorfmaßnahmen

Abschließend segnete der Bauausschuss die geplanten Dorferneuerungsmaßnahmen in Moggast (Umgestaltung des Dorfplatzes mit Dorfweiher und Buswartehaus für 200 000 Euro und Umgestaltung der Stephanusstraße mit Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses für 160 000 Euro) sowie die Umgestaltung des Dorfplatzes Wolkenstein (einschließlich Neubau eines Buswartehäuschens) ab. Zusammen mit den Nebenkosten summiert sich das alles auf 563 000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt liegt dafür bei 197 000 Euro.

Dies sei zwar nur die Hälfte aller Dorferneuerungsmaßnahmen, aber damit sei bereits viel erreicht, fand Bürgermeister Kraus.Schließlich sei da auch noch die Dorferneuerung in Burg- und Windischgaillenreuth, die durch die Stadt zu finanzieren sei.

Eingangs der Sitzung hatte der Bauausschuss der Aufstellung eines Grablichtautomaten am oberen Eingang des Friedhofes Ebermannstadt zugestimmt. Der Ausschuss verspricht sich von dem 1,8 Meter hohen und 70 mal 70 Zentimeter großen Automaten, der auf ein Mehrwegsystem ausgelegt ist, eine Verringerung des Mülles, weil die abgebrannten Grablichter zurückgegeben werden können.

JH


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