Problemzufluss aus Forchheim

Südumgehung nicht ohne Ebermannstadt, fordern die Bürger

Ebermannstadt. Die Situation auf der B 470 in Forchheim wird immer unerträglicher. Und diese Situation wälzt sich weiter nach Ebermannstadt. Deshalb ein Thema beim jüngsten CSU-Bürgergespräch im Gasthaus Resengörg, zu dem der stellvertretende Ortsvorsitzende Thomas Dorscht eingeladen hatte.

Durch das Entstehen neuer Bau- und Gewerbebereiche und der Errichtung von Ampelanlagen in der Kreisstadt wird der Verkehrsfluss so behindert, dass sich die Autofahrer andere Wege, wie beispielsweise über Gosberg, suchen. „Die Stadt Forchheim fordert die Autofahrer geradezu heraus, sich neuer Wege zu bedienen“, hieß es.

Die Bürger in Ebermannstadt zeigen sich deshalb verwundert über das Verhalten des Straßenbauamtes, dass einer Verlangsamung des fließenden Verkehrs auf der B 470 zugestimmt wird, während Ebermannstadt immer höhere Belastung erfährt. Ohne die Einbeziehung der Stadt und das Suchen nach einer Lösung dürfe es die Südumgehung von Forchheim, vor allem die Ostspange, nicht geben.

Hackschnitzelsmog danke

Fast grundsätzliche Ablehnung gab es für eine hack-schnitzelbeheizte Mehrzweckhalle. Nicht nur dass die Zufahrt über den nur vier Meter breiten Karl-Hertel-Weg Probleme bereitet, es sind auch die Befürchtungen der Anwohner entlang des Breitenbachs, dass sie bei Inversionswetterlagen „die Schadstoffe voll abbekommen“.

Es wurde zwar allgemein anerkannt, dass es sinnvoll ist, nachwachsende Rohstoffe einzusetzen, allerdings aber nur dort, wo es ohne Belästigung durch die Anwohner möglich ist, zumal der Standort für die Hackschnitzelheizung unmittelbar an die Wohnbebauung angrenzt.

Ansonsten wurde es einhellig begrüßt, dass es Landrat Glauber und der Kreistag ermöglichten, dass nunmehr die längst überfällige Dreifachturnhalle mit Mehrzwecknutzung in Ebermannstadt entsteht. Ein weiteres Kompliment in Richtung Kreis und Landrat gab es wegen des gelungenen Busbahnhofes, der die Schulen optimal erschließt und eine Gefährdung der Kinder weitestgehend ausschließt.

Kritisiert wurde die Verkehrssituation in der Altweiherstraße. Hier blockierten vor allem parkende Fahrzeuge, die in erster Linie der Realschule zuzuordnen sind, den fließenden Verkehr zum Sportzentrum und zur Firma Hertel.

Großes Lob zollten die Anwesenden dem anwesenden Bürgermeister Franz Josef Kraus sowie den Stadträten Hubert Herbst und Josef Wagner hinsichtlich des Blumenschmucks auf dem Marktplatz und in der Jansonanlage. Da seitens der Stadtverwaltung beabsichtigt ist, die Weihnachtsbeleuchtung einzuschränken, appellierten die Anwesenden an die Geschäftsleute, sich mehr als nur an den laufenden Beschaffungskosten zu beteiligen.

Verwundert zeigten sich einige, dass, obwohl die Stadt vor zwei Jahren 2000 Parkmünzen an die Werbegemeinschaft ausgegeben hat, damit Kunden kostenlos parken können, erst 150 über die Parkscheinautomaten zurückgekommen sind. Die Geschäftsleute sollten sich deshalb etwas großzügiger zeigen und die Münzen, die ein 30-minütiges Parken ermöglichen, an ihre Kunden ausgeben.

Mit dem Baubeginn auf den Gewerbeflächen oberhalb der Polizei ist in Kürze zu rechnen. Dabei entstehen ein Getränke-, Drogerie- und ein Bekleidungsmarkt im Erdgeschoss, während auf den oberen Geschossen Dienstleistungen angesiedelt werden sollen. Hierfür sind noch Flächen zu haben, teilte Bürgermeister Kraus mit.


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