Gemalt, gest(r)ickt und geknipst

Sonderschau „Freizeit und Muse“ im Heimatmuseum Ebermannstadt

Ausstellungseröffnung mit Bürgermeister Kraus und Museumskoordinator Dr. Franze

Stickerein

Ebermannstadt. Im Heimatmuseum Ebermannstadt wurde erneut eine Sonderausstellung eröffnet, die bis 28. September zu sehen ist. Unter dem Titel „Freizeit und Muse: Aquarelle – Fotos – Stickereien“ werden in zwei Räumen Fotos von Trude Alberth, Aquarelle von Dorit Gofferje und Stickereien vom Ebermannstadter Handarbeitskreis gezeigt.

Zur offiziellen Eröffnung begrüßte Bürgermeister Franz Josef Kraus neben den Künstlern Stadtpfarrer Hans Hübner, den Leiter des Museumsbeirates, Dr. Manfred Franze und Dr. Hans Weisel, Mitglied des Museumsbeirates, sowie einige Stadträte und eine Vielzahl von Besuchern. Er freute sich, dass immer wieder Frauen und Männer aus Ebermannstadt mit ihren Werken an die Öffentlichkeit gehen, um ihre meist im Verborgenen entstandenen Kunstwerke zu zeigen. „Es wäre schade, wenn diese im Verborgenen blieben“ urteilte Kraus. Der Vorsitzende des Museumsbeirates, Dr. Manfred Franze, stellte die Künstlerinnen und ihre Werke vor.

Der Handarbeitskreis mit seinen wunderschönen Stickereien steht in der Tradition der alten „Rocknstubn“, in der sich im Winter Frauen zum Handarbeiten zusammenfanden und dabei die Geselligkeit pflegten. Was bei dem seit 1996 bestehenden Handarbeitskreis an Stickereien und Strickereien entstand, sprenge den Rahmen des handwerklichen und dürfe sich mit Fug und Recht Kunst nennen.

Ganz genau hinschauen muss der Betrachter bei den Arbeiten von Trude Alberth. Die ausgestellten Exponate sind keine Fotos. Es handelt sich vielmehr um Unikate, die in einem äußerst mühseligen und komplizierten Verfahren im Fotolabor entstanden sind. Trude Alberth hat mittels langjähriger Versuche eine Technik entwickelt, die sie natürlich geheim hält, und bei der schwarz-weiß Negative unter chemischer Einwirkung bearbeitet werden. Die chemischen Prozesse seien nicht 100-prozentig steuerbar, so dass tatsächlich vom selben Negativ immer nur ein einmaliges Bild entsteht, das die unverwechselbaren verschiedenen Farbnuancen aufweist. Für diese Arbeiten hat sie schon eine Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen erhalten.

Dorit Gofferje begeisterte sich schon von Kindheit an für das Malen und Zeichnen. Sie gibt bei dieser Sonderausstellung ein drittes Beispiel künstlerischer Freizeitgestaltung. Vor zehn Jahren ergab sich für sie die Möglichkeit, sich mit der Technik des Malens und Zeichnens bei Broghamer in Königsfeld und Schmidt aus Pretzfeld fortzubilden. Die Palette ihrer Motive reicht von Porträts, die mit Bleistift gefertigt wurden, hin zu Stilleben, Landschaftsmotiven und zur Umsetzung von Gedichten in grafische Formen und bunte Farben.

Im Namen des Museumsbeirates bedankte sich Dr. Franze bei den Künstlerinnen und den Damen des Handarbeitskreises für die Bereitschaft, ihr Kreatives und künstlerisches Schaffen der Öffentlichkeit vorzustellen.

HV


© FT 2003 - Der Inhalt der Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie der Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung des FT sind untersagt.