Kein Interesse an einer Kinderkrippe

Kindergartengruppe von Schließung bedroht

Ebermannstadt. Viel Arbeit, doch am Ende war alles für die Katz'. Eine Kinderkrippe, wie die CSU es in ihrem Wahlprogramm angekündigt hatte, wird es im Geistlichen Rat Ziegler'schen Kindergarten nicht geben. Das Interesse der Eltern war zu gering.

Stadtpfarrer Hans Hübner habe sich sehr entgegenkommend gezeigt und auch die Verwaltung habe einen großen Aufwand betrieben, um die Sache zum Laufen zu bringen, erinnerte ein enttäuschter Bürgermeister Franz Josef Kraus. So wurden 113 Familien angeschrieben, von denen 13 ernsthaftes Interesse bekundet hatten.

Als bei einem Aufklärungsgespäch aber dann der Preis genannt wurde – die Kinderbetreuung hätte monatlich 250 Euro gekostet, 50 Euro weniger als derartige Einrichtungen in Bamberg und Bayreuth – blieben nur noch fünf Anmeldungen übrig. Zu wenig, denn eine Gruppe muss mindestens sechs Kinder haben, um gefördert zu werden. Überdies hätten zwei dieser Kinder nach einem Jahr die Altersgrenze überschritten, so dass der Fortbestand sowieso gefährdet gewesen wäre.

Stadtrat Georg Held bedauerte diese Entscheidung der Eltern, die auf Tagesmütter ausweichen ebenso wie Kollege Josef Wagner. Bürgermeister Kraus machte deutlich, dass er im nächsten Jahr von sich aus nicht mehr die Initiative ergreifen und ein derartiges Angebot unterbreiten werde. Wenn, dann müsse die Initiative von den Eltern ausgehen.

Gleichzeitig verwies Bürgermeister Kraus darauf, dass wegen der rückläufigen Kinderzahlen spätestens ab dem Jahr 2004/2005 eine Kindergartengruppe geschlossen werden muss. Dies hätte mit der Kinderkrippe verhindert werden können. Ob schon in diesem Herbst eine Kindergartengruppe wegfallen wird, hänge davon ab, wer wo sein Kind anmeldet. Derzeit gebe es im Kindergarten St. Marien zwölf Anmeldungen mehr als die Einrichtung verkraften könne, andererseits fehlten im Geistlichen Rat Ziegler'schen Kindergarten ein Dutzend Kinder.

JH


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