Neue Straße und Keltenwall

Burggaillenreuth zahlt für Kläranlage, Windischgaillenreuth nicht

Burggaillenreuth. Die Ergänzungsbeiträge zur Kläranlagenerweiterung und die Dorferneuerung in den Ortschaften Burg- und Windischgaillenreuth standen im Mittelpunkt der dortigen Bürgerversammlung.

Bürgermeister Franz Josef Kraus erläuterte im Beisein einiger Stadträte die geplanten Maßnahmen, Die Bürger von Burggaillenreuth müssten zur Erweiterung der Kläranlage in Ebermannstadt Ergänzungsbeiträge zahlen, obwohl sie nicht unmittelbar angeschlossen sind. Der Grund: In Burggaillenreuth wird zur Abwasserreinigung eine Scheibentauchanlage betrieben, die jedoch als Bestandteil der Entwässerungsanlage des gesamten Stadtgebiets gilt.

Entscheidend, so die Rechtssprechung, sei bei der Erhebung der Beiträge, dass der jeweilige Kanalanschlussnehmer sein Abwasser unmittelbar in einen Kanal einleiten kann. Da es in Windischgaillenreuth noch keinen Kanal gibt, trifft dieser Ergänzungsbeitrag die dortigen Bürger nicht.

Bei der anstehenden Planung für Flur- und Dorfgestaltungsmaßnahmen geht es einigen nicht schnell genug. Vor allem wollen Interessenten an Zuschüsse für private Baumaßnahmen kommen. Bürgermeister Kraus wurde gebeten, bei der Direktion für Ländliche Entwicklung nachzufragen, ob die Ergebnisse der Arbeitskreise noch in diesem Herbst präsentiert werden können. Möglichst zeitnah soll dann dass Verfahren angeordnet werden.

Erfreut zeigten sich die Besucher, dass der Landkreis den Ausbau der dortigen Kreisstraße in den Haushaltsplan eingestellt hat. Da sich diese außerordentlich wichtige Straße in einem sehr schlechten Zustand befindet, hoffen die Bürger, dass möglichst noch in diesem Jahr mit den Baumaßnahmen begonnen wird. In diesem Zusammenhang gab es ein Lob für die 67 000 Euro teuren Deckenbauarbeiten an der Gemeindeverbindungsstraße nach Burggaillenreuth durch die Stadt Ebermannstadt.

Interessiert nahmen die Anwesenden auf, dass im Rahmen des „Leader plus“-Programmes der „Keltenwall“ frei gelegt werden soll. Bedauert wurde allerdings, dass es mit dem Weg oberhalb der Quelle Burggaillenreuth nicht zum Besten bestellt sei. Er drohe in diese große Quelle zu stürzen, so dass ein Landschaftsidyll zerstört würde. Vorbeugende Maßnahmen seien leider von der Unteren Naturschutzbehörde abgelehnt worden.

Ein überaus großes Ärgernis ist für die Bürger aus der Ortschaft des Ritters Eppelein von Gaillingen die unübersichtliche und gefahrenträchtige Einfahrt in die Staatsstraße zwischen Moggast und Gößweinstein.

„Tempo runter!“

Trotz mehrerer, zum Teil auch tödlicher Unfälle, seien weder Straßenbauamt noch Landratsamt bereit zu einer Entschärfung dieser Gefahrenstelle. Dabei würde es nach Ansicht der Anwesenden genügen, wie in ähnlich gelagerten Fällen auf Bundes- und Staatsstraßen, die Geschwindigkeit in diesem Bereich wenigstens auf 70 km/h zu beschränken.

Während der Spielplatz in Burggaillenreuth durch entsprechende Eigenleistungen hervorragend in Schuß gehalten werde, sei es um den Spielplatz in Windischgaillenreuth nicht gut bestellt. So müssten der Sandkasten, aber auch das Bolzplatztor repariert werden.

Bürgermeister Kraus ermunterte die Anwesenden – wie in anderern Ortschaften – zu mehr Eigenleistung. Die Stadt unterstütze die jeweilige Initiative mit Zuschüssen. Letztlich forderten die Bürger die Stadträte auf, sich dafür einzusetzen, dass die Südumgehung Forchheims nicht zum großen Nachteil Ebermannstadts und zum Nadelöhr für die gesamte Fränkische Schweiz wird.


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