Jürgen Pöhlmann (SPD) fand diese beiden Varianten allemal besser als die von der Verwaltung favorisierte dezentrale Gasheizung. Für die Hackschnitzel sprächen der natürliche Rohstoff und die kurzen Wege. Zudem seien sie für die Waldbauern ein sicherer Absatzmarkt. Diese Chance dürfe man sich nicht verbauen, zumal auch städtisches Holz verfeuert werden könnte.
Vizebürgermeister Alfons Dorn sah sich zu keiner Entscheidung imstande, denn laut „Ferngas Nordbayern“ sei eine Gasversorgung günstiger, nach Angaben der Energieagentur Oberfranken sei die Kombination als Öl- und Holzheizung die wirtschaftlichere Alternative. „So gesehen kann ich mit den Zahlen wenig anfangen“, bekannte der Chef der Wählergemeinschaft Mühlbachtal/Oberland/Gasseldorf (MGO).
Wenn das Gremium noch einmal abwäge, müsse es sich wenigstens nicht den Vorwurf machen lassen, zu wenig überlegt zu haben, fand Vizebürgermeister Dorn. Er würde es am liebsten sehen, wenn Landwirte eine eigene Betreibergesellschaft gründen würden. Aber die müsse man erst finden.
Bürgermeister Franz Josef kraus verwies darauf, dass beim Blick auf den Schadstoffausstoß nicht allein auf das Kohlendioxid gesehen werden dürfe. Problematisch fand der Bürgermeister auch die Standortfrage einer möglichen Hackschnitzelheizung.
„Wohin damit?“, fragte er, denn das Schulgelände sei dafür tabu und auch im näheren Umkreis gebe es keinen Platz der sich dafür eignen würde. Ein derartiges Vorhaben scheitere schon allein an der Zufahrt und am Vorratslager, ganz abgesehen von den so genannten „Billigmachern“, die verfeuert würden, um die Anlage wirtschaftlich betreiben zu können.
Befremdet zeigte sich Bürgermeister Kraus auch, dass am heutigen Mittwoch beim Landratsamt ein Gespräch in dieser Sache statt finden soll, zu dem die Stadt Ebermannstadt aber nicht eingeladen sei. „Wir sind ja auch nur die, die bauen sollen“ bemerkte Kraus süffisant.
Gegen die Stimme von Bürgermeister Kraus beschloss das Gremium, Angebote für ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk mit einer Leistung von 800 Kilowatt einzuholen. Ebenso sollen Vergleichsdaten für ein Hackschnitzel-Heizwerk besorgt werden.
JH