Wohin mit dem Klärschlamm?

Die Entsorgung wird immer mehr zu einem Problem – Höhere Kosten

Ebermannstadt. Die Verwertung des anfallenden Klärschlammes wird für die Kommunen zunehmend zum Problem. Immer weniger Landwirte sind bereit, dieses noch als Wirtschaftsgut deklarierte Produkt abzunehmen.

Ebermannstadt musste deshalb ein Drittel des pro Jahr anfallenden Klärschlammes über ein Pegnitzer Unternehmen entsorgen lassen. Die Kosten für diese 2.100 Kubikmeter, so informierte Bürgermeister Franz Josef Kraus, betrugen rund 36. 600 Euro, genau so viel wie sonst für die Klärschlammentsorgung in einem ganzen Jahr aufgewendet werden muss. Gelandet sei der Klärschlamm in den Neuen Bundesländern, wo er Verwendung bei einer Rekultivierungsmaßnahme fand.

Müsse in Zukunft der Klärschlamm entsorgt werden, werde dies den Abwasserpreis um bis zu einem Euro pro Kubikmeter verteuern, informierte Bürgermeister Kraus über entsprechende Prognosen. Das Ärgerliche daran: Der Klärschlamm habe ausgezeichnete Werte, so gut wie der teure Mineraldünger, sei aber als Dünger bei der Lebensmittelproduktion verpönt .

Handlungsbedarf für die Stadt sah er aber nicht. Wenn Klärschlamm Abfall werde, sei erst einmal der Landkreis für die Entsorgung zuständig. Allerdings könne er dann auch die Bedingungen diktieren, unter denen der Klärschlamm angenommen wird.

JH


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