Millionen zu viel bezahlt

Der „gelbe Sack“ würde laut CSU Kosten sparen

Ebermannstadt. In der CSU-Vorstandssitzung, zu der Vorsitzender Franz Josef Kraus ins Gasthaus Resengörg eingeladen hatte, stand die Einführung des „gelben Sackes“ im Mittelpunkt. Kraus informierte, dass sich nach einer Aufstellung des Landratsamtes die bisherigen Wertstoffentsorgungskosten auf 721 332 Euro belaufen.

Würde der gelbe Sack nach dem Muster der Stadt Ebermannstadt eingeführt und mit einer Papierbündelsammlung verknüpft, würden Kosten von nur 498 607 Euro anfallen. Dies bedeute, so Kraus, dass das bisherige System dem Gebührenzahler im Landkreis jährlich 222 725 Euro mehr abverlangt als dies bei der Abholung des gelben Sackes und sämtlichem Papiermaterial der Fall wäre. Seit der Einführung des bisherigen Systems summiere sich das auf mehr als zwei Millionen Euro, die Bürger des Landkreises Forchheim mehr entrichten mussten, als unbedingt notwendig. Selbst die Einführung einer Papiertonne, die regelmäßig entleert würde, käme bei gleichzeitiger Abholung des gelben Sackes immer noch um über 70 000 Euro billiger als das bisherige Bringsystem. Nicht eingerechnet seien dabei die Kosten, die jedem Einzelnen entstehen, wenn er seine Wertstoffe zum Wertstoffhof bringt.

„Dies kann dem Bürger nicht länger zugemutet werden", lautete der einhellige Tenor. Deshalb sprach sich der CSU-Ortsvorstand Ebermannstadt mit Nachdruck dafür aus, den gelben Sack einzuführen. Dem Bürgerentscheid sieht die CSU hoffnungsvoll entgegen. Franz Josef Kraus wurde als Kreisrat beauftragt, die Einführung des gelben Sackes nachdrücklichst zu fordern.

Erfreut war der CSU-Ortsverband über die Wiedergründung des JU-Ortsverbandes mit dem Vorsitzenden Michael Hack, Nicole Radszuhn und Thomas Liebelt (der FT berichtete). Die Junge Union wolle sich, so Kraus, vornehmlich Jugendthemen widmen. In diesem Zusammenhang empfahl der CSU-Vorstand nachdrücklich, die frühere Pizzeria an der B 470 als provisorischen Jugendtreff auszubauen. Er unterstützt so die Bemühungen der Jugendlichen, hier eigene Räumlichkeiten in Eigenleistung einzurichten.

Das Jahresprogramm des Ortsverbandes beinhaltet ein Grillfest, einen Ausflug und verschiedene Bürgergespräche. Weiter bestimmten aktuelle kommunalpolitische Themen die Versammlung. So soll versucht werden, das Sportzentrum dem TSV Ebermannstadt zu übertragen, um freiwillige Leistungen in diesem Bereich abbauen zu können.

Außerdem sei der Vorschlag von Bürgermeister Kraus weiter zu verfolgen, in Rothenbühl ein Ganzjahresbad in der Trägerschaft der Stadtwerke Ebermannstadt GmbH zu betreiben. Da die Kosten für die Sanierung der Volksschule schwindelerregende Höhen erreicht haben, überlegt die CSU, aus Kostengründen auf eine Generalsanierung zu verzichten und nur die dringend notwendigen Reparaturmaßnahmen durchzuführen. Das soll mit dem Planer abgeklärt werden.

eB


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