Auf keinen Fall Wasser abgeben

IG gegen Wasserentnahme aus dem Wiesenttal hat Vorstand gewählt

RÜSSENBACH. Eingeladen hatte die Wasserinitiative zur Gründungsversammlung der "Interessengemeinschaft gegen die geplante Wasserentnahme im unteren Wiesenttal" mit Wahl einer Vorstandschaft. Und viele kamen.

Die Gastwirtschaft Hack in Rüssenbach füllte sich mit besorgten Bürger und Bürgerinnen, unter ihnen auch Zweiter Bürgermeister Alfons Dorn und Stadtrat Alfred Götz. Trotz der deutlichen Ablehnung des Stadtrates von Ebermannstadt zu den Plänen des Wasserwirtschaftsamtes, im unteren Wiesenttal Wasser zu entnehmen, sei die Gefahr noch nicht gebannt. Dies meinte der Sprecher der Wasserinitiative, Wilhelm Dittrich, nach der Begrüßung.

Schnell wurde ein Wahlausschuss gebildet. Edgar Weber erläuterte die verschiedenen Möglichkeiten zur Wahl einer Vorstandschaft. Man einigte sich auf Abstimmung per Handzeichen, wenn jeweils nur ein Vorschlag vorliegt.

So einig, wie man sich über die Ziele der Interessengemeinschaft ist, war man sich auch über die Personen, die diese Ziele im Namen der betroffenen Bürger vertreten sollen.

Und so kam folgende Vorstandschaft zusammen: Erster Vorsitzender Wilhelm Dittrich, Zweiter Vorsitzender Josef Weber, Schriftführer Friedrich Weber, Kassier Herbert Götz, Beisitzer Michaela Hack, Rudi Götz, Wolfgang Sponsel, Markus Weber und Norbert Lipfert.

Risse an Häusern

Nach der Wahl wurde ein Videofilm vom Zweckverband Reckental im Landkreis Roth gezeigt. Dort wird schon seit längerer Zeit Wasser aus ähnlicher Tiefe, wie unterhalb von Ebermannstadt geplant, gepumpt. Erschreckend zu sehen die Risse und Beschädigungen an Häusern. Und weil es hier im wahrsten Sinn des Wortes, "um die eigenen vier Wände" geht, müsse dies hier im Wiesenttal unbedingt verhindert werden, so eine Stimme aus der Versammlung. Aus diesem Grund müsse schon den Anfängen gewehrt werden.

Darum sei selbst die Feststellung des Bürgermeister Franz Josef Kraus, Kommunen mit Wasserproplemen oberhalb von Ebermannstadt aus den jetzt bestehenden Brunnen auszuhelfen, nicht akzeptabel, "denn wenn Leitungen gebaut sind, wird auch Wasser durchgepumpt".

Und so bat der neugewählte Vorsitzende Wilhelm Dittrich alle Mitglieder der Interessengemeinschaft und die Bürger des gesamten Stadtgebietes Augen und Ohren offen zu halten, damit man gemeinsam bei Bekanntwerden von neuen Aktivitäten des Wasserwirtschaftsamtes oder anderer Stellen dagegen steuern könne.

HV


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