Bei dem 1957 gebürtigen Kaulen sollen, so Hetzel, künftig alle Fäden zusammenlaufen; kurzum er soll Chef der Bildungseinrichtung sein und auch die Verantwortung für den Wirtschaftsbetrieb tragen. Die Aufgabe ist angesichts von rund 50 Mitarbeitern vor allem im Bereich Hauswirtschaft und Handwerk sowie von 18844 Teilnehmern von Bildungsmaßnahmen mit insgesamt 37359 Übernachtungen auf der "Jugendburg" allein im vergangenen Jahr nicht leicht. Konzeptionell und inhaltlich soll Hans-Peter Kaulen die Richtung für die Jugendbildungsstätte vorgeben.
Der Diplom-Pädagoge und Diplom-Theologe hat bereits als pädagogischer Mitarbeiter und stellvertretender Leiter des Friedrich-Spee-Hauses in der Nähe von Aachen einschlägige Erfahrungen gesammelt. Dieses Haus befindet sich in Trägerschaft der Jesuiten und richtet sich mit seinem Angebot an Jugendliche.
Vorgänger von Kaulen als Chef von Burg Feuerstein war bis Frühjahr 2000 der Priester Lothar Baumüller; nach seinem Rücktritt und dem Ausscheiden aus dem priesterlichen Dienst der Erzdiözese folgte eine Phase der kommissarischen Leitung mit zunächst Horst Engelhard sowie später Ina Wölfel und Janis Platis in gemeinsamer Federführung.
Rektor der Kirche auf Burg Feuerstein, die für Jugendliche und Erwachsene aus der ganzen Region einen besonderen religiösen Mittelpunkt darstellt, wird zunächst weiterhin Helmut Hetzel bleiben. Doch geht der Diözesanjugendseelsorger davon aus, dass in absehbarer Zeit die Kirche auf der Jugendburg wieder eigens von einem Geistlichen betreut werden kann.
Ludwig Unger