Am historischen Platz der Altstadt präsentierte sich der Weihnachtsengel an exponierter Stelle, um auch wirklich von allen gesehen zu werden. Die Idee, erst während der Übergabe des Krippenhauses am Marktplatz geboren (der FT berichtete), setzte mit einem auch auf die Wirkungsstätte des Melchior Freytag bezogenen Prologtextes fast über Nacht einmal mehr Heimatpfleger Erich Döttl um.
Untermalt wurde die Eröffnungszeremonie mit vorweihnachtlichen Weisen des Posaunenchors. Besonders erfreut über den Weihnachtsengel war diesmal als Nebendarsteller der Eröffnung, Bürgermeister Franz Josef Kraus. Der Engel sollte zur Dauereinrichtung werden, wünschte er, und überreichte zum Dank Engel Lisa einen Weihnachtsengel.
Tradition hat auch das Musizieren in der Marienkapelle zum Weihnachtsmarkt. Die Freude daran, aber auch das Lampenfieber vor dem ersten Auftritt, war den Eleven von Anneliese Unfried anzusehen, die zum Adventskonzert der städtischen Musikschule Ebermannstadt im Altarraum des Kapellen-Kleinodes aufspielten. Wie vielfältig die Ausbildung der insgesamt 320 Musikschüler gefächert ist, zeigte schon das mit Flöten, Trompete, Posaune, Zither, Akkordeon und Keyboard aufgebotene Instrumentarium.
Nach dem Auftakt mit dem Largo von Vivaldi und einem Marsch von Franz Schubert wechselten sich Solisten und Instrumentengruppen mit der Unterstützung der Musiklehrer Helga Kausler und Voitek Grabietz im feinen Spiel ab. Den eindrucksvollen Schlussakkord setzten die Querflöten mit dem Gloria in Excelsis.
Nachdem weitere fünf Veranstaltungen der Musikschule anstehen, in denen fast alle Schüler zu einem Auftritt kommen, spendierte die Stadt für jedes Kind einen Gutschein über vier Mark.
mao