MOGGAST. Letzte Arbeiten am neu gestalteten Altarraum in der Pfarrkirche St. Stefan, Moggast. Damit wird die Innenrenovierung des Gotteshauses abgeschlossen. Heute, Samstag, 29. Juli, konsekriert Weihbischof Werner Radspieler um 17 Uhr das umgestaltete Kirchenschiff.
Die Renovierung des Gotteshauses läuft seit 1995. Um die liturgischen Orte "Ambo" und Altar möglichst in den Mittelpunkt der Gemeinde zu rücken, wurde in der St. Stephanus Kirche eine Altarinsel gebaut, die diese Voraussetzung schafft.
Nach der Idee des Nürnberger Künstlers und Diplomingenieurs Richard Riedl, der als Kind während des zweiten Weltkrieges bei Verwandten in Moggast wohnte und in der St. Stephanus Kirche ministrierte, wurde ein runde Altartisch aus rötlichem Granit geschaffen. Dies ist als Hinweis zu verstehen, dass sich die Gemeinde um diesen Altar versammelt.
In den vier Säulen, auf denen die Altarplatte ruht, liegt in den Aussparungen ein Kreuz aus Messing. In dessen Mittelpunkt führt ein Weißglaskubus zum Boden und gibt die Sicht frei auf den kleinen Behälter mit den Reliquien der Heiligen Amanda und des Heiligen Faustus. Weihbischof Radspieler will dieses Behältnis persönlich an den dafür vorgesehen Platz stellen.
Der Ambo, ebenfalls aus rotem Granit, bleibt an der bisherigen Stelle. Er erhält jedoch eine Nische, in der nach der Verlesung des Evangeliums die Heilige Schrift einen besonderen Platz bekommt und so für die Gemeinde weithin sichtbar ist.
Im Taufbereich wird auf einem Sockel aus rotem Granit ein Osterleuchter aus Glas aufgestellt und die Nische für die Aufbewahrung der Heiligen Öle fertig ausgearbeitet. Außerdem wurden Priestersitz und die Sitze für die Ministranten, das Vortragekreuz, der Leuchter für das Ewige Licht sowie Altar und Akolythenleuchter der neuen Ausstattung, die Anklang an den so genannten Bauhausstil hat, angepasst.
Josef Hofbauer