Namensschildchen für jeden Baum

Zum Unterricht im Wald unterwegs - Quiz und Baumpflanzaktion auf Burg Feuerstein

EBERMANNSTADT. Nach intensiver Vorbereitung fand in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Forchheim und der Volksschule Ebermannstadt, eingebettet in einen Quiz- und Spielparcours auf dem Feuerstein eine große Pflanzaktion statt. Vorbereitet wurde die Aktion von den Förstern der Forstdienststellen Trailsdorf, Gößweinstein und Weißenohe.

Unter den Augen des Landwirtschaftlichen Betriebsleiters der Burg Feuerstein, Ludwig Thiem und dem Burgverwalter Hans-Peter Kaulen, stürzten sich die Kinder der drei vierten und er drei achten Klassen der Volksschule Ebermannstadt in Begleitung ihrer Lehrer/innen in das "Abenteuer Wald". Was es da nicht alles zum Sehen und Hören gab. Und die Ansprechpartner an den einzelnen Stationen machten es richtig spannend.

So wurden die Schüler nach drei Insekten, die im Wald am Holz und vom Holz leben, gefragt. Bei dieser Gelegenheit erfuhren die Kinder alles über die lebenswichtigen Funktionen des Waldes mit all seinen Tieren und Pflanzen. Beim "Holz sägen" musste von einen Baumstamm eine Scheibe abgesägt werden, die möglichst genau 200 Gramm schwer sein sollte. Beim besten Versuch verfehlte eine Gruppe dieses Ziel nur um 20 Gramm. Hier lernten die Schüler auch gleich an Hand der Jahresringe, das Alter des Baumes zu bestimmen.

Auch "Fühlen" war angesagt. Dazu mussten die Kinder in einen Behälter greifen, dessen Inhalt von außen nicht zu sehen war, und tasten. Zu dem Inhalt - beispielsweise Hobelspäne - sollten sie ein Sprichwort finden.

Schwieriger wurde es schon beim Riechen, doch die würzigen Düfte von Kamille, Harz oder Nadelbäumen wurden deutlich wahrgenommen. Spannend war es an einem eigens vorbereiteten Schießstand, an dem alte Jagdspiele vorgeführt wurden. Hier übten die Kinder das Bogenschießen, testeten die Armbrust und versuchten sich an einem indianischen Blasrohr. Die erzielten Punkte der Einzelversuche wurden dann addiert.

Am Schluss durften die Buben und Mädchen je einen Baum pflanzen. Was Pfarrer Fröhlich vor hundert Jahren begann, nämlich die Aufforstung des Feuersteins, wurde nun durch Pflanzen von Mischkulturen ergänzt. Gepflanzt wurden Eschen, Ahorn, Birn- und Kirschbäume sowie Lärchen. Jedes gepflanzte Bäumchen wurde mit dem Namensschildchen des Kindes versehen. So können die Schüler/innen über die Jahre hinweg das Wachsen und Gedeihen ihres Baumes verfolgen.

Dem Wildverbiss soll durch entsprechende Schutzvorrichtungen vorgebeugt werden. Nach einer Brotzeit, gestiftet vom Waldbauernverein Ebermannstadt, besichtigten die Kinder noch die moderne Hackschnitzelheizung. Hier versuchten sie genau jene Menge zu erraten, die fünf Kilo Hackschnitzel ergibt.

HV


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