Die Moggaster Elektroniklabors liefern damit einen Beitrag zum Luftfahrt-Umweltschutz. Getestet wird die elektromagnetische Verträglichkeit des Motors.
Der Dieselflugmotor von Thielert hatte schon auf der "Aero" in Friedrichshafen für Aufsehen gesorgt: er fliegt mit Diesel statt hochverbleitem Flugbenzin. Die Betriebskosten werden dadurch auf einen Bruchteil reduziert, denn der Motor braucht im Reiseflug weniger als 18 Liter pro Stunde und leistet 100 Kilowatt bei weniger als 200 Kilogramm Gewicht. Durch seinen Turbolader bringt der Diesel selbst in großen Höhen noch volle Leistung. Praktische Auswirkung: In der "Echo-Klasse" wird das Fliegen wieder erschwinglich, teilt das Unternehmen mit. Viele Piloten warten auf umgerüstete Pipers oder Cessnas. Von den Herstellern sind auch Robin und Diamond und andere interessiert.
Die Konstruktion des TAE 125 knüpft an Diesel-Konzepte um 1930 an, als es die legendäre Junkers "Ju 160" mit dem ersten in Serie gebauten Dieselmotor der Welt gab. Ferner gab es die Junkers G 38 mit vier Jumbo 204-Dieselmotoren.
Nach jahrzehntelangem Stillstand in der Motorenentwicklung gelang es nun Thielert innerhalb von nur zwei Jahren, für seinen Dieselflugmotor die Musterzulassung zu bekommen. Die erfolgreiche Prüfung durch EMCC Dr. Rasek und Abnahme der höchst komplexen - ausschließlich digitalen - Motorelektronik "stellt den endgültigen Durchbruch des Flugzeug-Diesels dar", sind die Techniker überzeugt.
Die Moggaster Elektroniklabors nehmen damit teil am Fortschritt im Flugzeugmotorenbau und liefern ihren Beitrag zu Natur- und Umweltschutz, gerade durch High-Tech. Selbst ohne Schalldämpfer werden die Lärmschutzgrenzwerte deutlich unterschritten, der Spritverbrauch liegt bei extrem niedrigen Werten, die Schadstoffreduktion ist nach den ersten Ergebnissen "beeindruckend". Der Motor ist also erheblich umweltfreundlicher als die herkömmlichen Motoren.
Die Leute im Team von EMCC Dr. Rasek zeigen sich begeistert. Ihr Fazit: "Wieder ein Highlight der High Tech in Oberfranken".