Der "Adler" dampft durch die "Fränkische"

Eröffnungsfahrt mit Innenminister Beckstein, Dagmar Wöhrl und dem Nürnberger OB Ludwig Scholz

EBERMANNSTADT. "Großer Bahnhof" für Innenminister Günther Beckstein, Bundestagsschönheit Dagmar Wöhrl und den Nürnberger Oberbürgermeister Ludwig Scholz bei der Dampfbahn Fränkische Schweiz (DFS) in Ebermannstadt! Grund war die Eröffnungsfahrt mit dem Nachbau des historischen "Adler".

Rechtzeitig vor der planmäßigen Abfahrt um 10.15 Uhr am Sonntag eilten Bürgermeister Franz Josef Kraus und sein Stellvertreter Alfons Dorn an die Schienen, um dem bayerischen Innenminister ein schnelles "Grüß Gott" zu sagen. Sie hätten sich Zeit lassen können, denn Minister Beckstein kam mit knapp zehn Minuten Verspätung. In seiner Begleitung waren (unangemeldet) die beiden Bürgermeister aus dem türkischen Antalya, die just die von Werner Holub, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Deutsche Bahn AG, Verkehrsmuseum Nürnberg, zugesagten Presseplätze benötigten. Bei der "Pressefahrt" blieb somit trotz Einladung der Deutschen Bahn für den lokalen Pressevertreter kein Platz mehr, nicht einmal auf dem Heizer-Stand, der gar nicht so uninteressant gewesen wäre.

Die Stimmung war fast wie 1835 bei der ersten Fahrt des "Adlers" von Nürnberg nach Fürth. Herren im schwarzen Frack gardierten die offene Zugmaschine, groß war der Andrang der Eisenbahnfreunde auf den Nachbau aus dem Nürnberger Verkehrsmuseum mit seinen, auch von Briefmarken her bekannten gelben Wagen. Die Fahrgäste eingepfercht wie in Heringsbüchsen. Für Leute mit Fahrschein fand Holub immer noch ein Plätzchen. Für die Stadtvertreter blieb da während des Beckstein-Einzugs immer noch Zeit für ein Schwätzchen mit dem Nürnberger Oberbürgermeister Scholz und der einstigen "Miss" Dagmar Wöhrl, die am Zugfenster regelrecht ins Schwärmen geriet über die Vorzüge von Ebermannstadt und der Fränkischen Schweiz, deren Bekanntheitsgrad nicht zuletzt durch die Dampfbahn gesteigert werde.

Als einen "Kontrapunkt zum gerade eröffneten Seenland" bezeichnete OB Ludwig Scholz die Fränkische Schweiz für "seine" Nürnberger. Sein letzter Besuch hier liege schon so lange zurück, dass er sich gar nicht mehr erinnern konnte. "Aber der nächste Ausflug mit den Bürgermeistern geht nach Ebermannstadt", versicherte er den Ebermannstadter Kollegen.

Dann dampfte der historische Zug mit den Kameraleuten des Hessenfernsehens auf dem Tender ab.

Besonders erfreut zeigte sich nach der Rückfahrt Bürgermeister Franz Josef Kraus über das Interesse des Innenministers an der Altstadtsanierung; vor dem gemeinsamen Mittagessen im Schwanenbräu hatte er die Gelegenheit, mit dem Marktplatz die erneuerte "gute Stube" seiner Wiesentstadt vorzustellen.

Adler dampft weiter

Nach dem großen Erfolg im letzten Jahr wird der legendäre Zug auch heuer jeweils an Samstagen und Sonntagen bis zum 20. August weiter dampfen. An den Samstagen ins 16 Kilometer entfernte Behringersmühle (und zurück) mit Abfahrtszeiten in Ebermannstadt um 10.15 Uhr und 14.15 Uhr. An den Sonntagen sieht der Plan Fahrten nach Streitberg und zurück vor. Die Abfahrtszeiten in Ebermannstadt sind 10.15 Uhr, 12.15 Uhr, 14.15 Uhr und 16.15 Uhr. Da von den 2700 Plätzen bereits 2500 gebucht sind, ist bereits an weitere Sonderfahrten gedacht. In Ebermannstadt werden vor den jeweiligen Fahrten nur die Restkarten verkauft.

Fahrscheine gibt es beim DB Museum Nürnberg, "Bestellservice Adlerfahrten", Lessingstraße 6, 90443 Nürnberg.

Marquart Och


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