Feuerteufel bändigen und Leben retten

Feuerwehr begann 125-jähriges Jubiläum mit Festgottesdienst auf dem Kirchenplatz

EBERMANNSTADT. Mit einem Festgottesdienst auf dem Kirchenvorplatz der St. Nikolauskirche begannen die Feierlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Ebermannstadt zu ihrem 125-jähriges Gründungsfest, das mit der Ausrichtung des Kreisfeuerwehrtages verbunden wird. Ebenfalls gefeiert wurde die 15-jährige Partnerschaft mit der Feuerwehr der Partnerstadt Chontonnay.

Pfarrer Hans Hübner wählte für die Lesung das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Dabei verglich er die Feuerwehr mit diesen selbstlos helfenden Mann zwischen Jerusalem in Jericho. Er beglückwünschte die Floriansjunger zu ihrem Entschluss, ihren Mitmenschen in Unglück und Gefahr helfend zur Seite zu stehen.

Kranz niedergelegt

Nach dem Gottesdienst fand am Ehrenmal eine Totenehrung aller verstorbenen und gefallenen Mitglieder der Ebermannstadter Feuerwehr statt. Vorsitzender Michael Krug legte unter den Klängen des "Guten Kameraden", gespielt von der Blaskapelle Niedermirsberg, einen Kranz nieder.

Abends eröffnete Vorsitzender Krug nach einigen Musikbeiträgen der Blaskapelle Niedermirsberg den Festkommers im großen Festzelt. Neben den Floriansjüngern und den zahlreichen Gästen begrüßte er besonders Stadtpfarrer Hans Hübner, Landrat und Schirmherr des Kreisfeuerwehrtages Reinhard Glauber, Bürgermeister Franz Josef Kraus, Ehrenvorsitzenden Georg Hofmann, Ehrenmitglieder Georg Herbst und Karl Theiler, die Stadt- und Kreisräte, die Patenvereine Gasseldorf, Hagenbach und Niedermirsberg.

Besondere Freude bereite das Eintreffen der Gäste aus Chantonnay. "Ich wünsche mir", so Krug, dass die Festtage locker, beschwingt und entspannt über die Bühne gehen.

Landrat Reinhard Glauber würdigte die Feuerwehr Ebermannstadt als eine der bestausgerüstetsten und ausgebildetsten Wehren des Landkreises. Dies habe sie in unzähligen Einsätzen bewiesen. Das sei nur durch harte Ausbildung, strenge Disziplin und gute Kameradschaft zu erreichen. All dies treffe hier zu. So habe sich die Jubelwehr dieses große Fest verdient.

An Wurzeln erinnert

Bürgermeister Franz Josef Kraus zitierte aus dem Programm, das vor 125 Jahren die Bürger veranlasste, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. "Den Feuerteufel zu bändigen, gefährdete Tiere zu bergen und menschliches Leben zu retten." Viele Brände und Katastrophen hätten seither das Städtchen heimgesucht. Jedesmal setzten sich die Wehrmänner unerschrocken ein, riskierten Leben und Gesundheit, um diese große Aufgabe zu erfüllen.

Kraus dankte allen Jugendlichen, die sich der Feuerwehr anschließen und die Strapazen der Ausbildung auf sich nehmen. Abschließend gratulierte er namens des Stadtrates, namens der Stadt und persönlich zum großen Fest und überreichte einen "Umschlag" als kleine Anerkennung.

Zuverlässigkeit betont

Kreisbrandrat Willibald Männlein überbrachte seine persönlichen, aber auch die Glückwünsche der anwesenden Kreisbraninspektoren und Kreisbrandmeister. Sie alle freuen sich mit der Jubelwehr über die festlichen Tage, aber auch über die bekannte Zuverlässigkeit und den hohen Ausbildungsstand und der immer bestens gepflegten Ausrüstung der Ebermannstädter Wehr.

Vorsitzender Michael Krug bedankte sich ob so vieler guter Wünsche. Er zeigte sich gerührt über die große Anteilnahme an dem Fest.

HV


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