Viele Persönlichkeiten aus Politik, Schule, VdK und aus der Fränkischen Schweiz gaben ihm das letzte Geleit. Beim Trauergottesdienst in der Marienkapelle würdigte Stadtpfarrer Hans Hübner den Verstorbenen als einen Mann, der "vom Glauben getragen war". In einem christlichen Elternhaus aufgewachsen habe Keilholz sich aktiv um christliche Belange gekümmert in der Katholischen Jugend, bei den Pfadfindern, in der Katholischen Aktion und im Pfarrgemeinderat sowie im Diözesanrat. Der Pfarrer würdigte auch den Einsatz von Erwin Keilholz als Prozessionsbegleiter und erstem Kommunionhelfer in der St. Nikolaus-Pfarrei.
"Tief bewegt nehmen wir Abschied von Erwin Keilholz, dessen Bestreben es war, sich stets für seine Heimatstadt zu engagieren", betonte Bürgermeister Franz Josef Kraus. Unzählige Stunden habe Erwin Keilholz als Kreisrat und Stadtrat gewirkt und Verantwortung in den Ebermannstädter Vereinen übernommen und sich sozial-, schul- und gesellschaftspolitisch engagiert. Nach der Erfahrung von Krieg und Gewaltherrschaft habe sich Erwin Keilholz als christlich geprägter junger Staatsbürger in der ebenfalls jungen parlamentarischen Demokratie der kirchlichen und politischen Jugendarbeit gewidmet.
Der Bürgermeister erinnerte an 30 Jahre Arbeit in den Kreistagen Ebermannstadt und Forchheim (1960 bis 1990) und an vier Jahre Abgeordnetentätigkeit im Bayerischen Landtag. Als langjähriger Vorsitzender des Kreisjugendringes Ebermannstadt habe Keilholz das KJR- Schwimmfest ins Leben gerufen. Kraus würdigte weiterhin 44 Jahre Mitgliedschaft in der Christlich-Sozialen Union, davon 25 Jahre als Ortsvorsitzender. Ferner ging er auf 18 Jahre Mitarbeit im Stadtrat ein. Die Städtepartnerschaft mit dem französischen Chantonnay sei der Initiative von Erwin Keilholz zu verdanken. Kraus machte sich auch zum Sprecher der Vereine wie Bürgerverein Breitenbach, KAB, der Schützengesellschaft und des FSV. Vier Vereinsfahnen senkten sich über das offene Grab.
Seinem Lehrer und Klassleiter Erwin Keilholz widmete Landrat Glauber Worte der Anerkennung. Er hob besonders die zwölf Jahre Landratsstellvertreter im alten Kreis Ebermannstadt hervor, den Einsatz für die Jugend und die sozial Schwachen. Enttäuschungen seien Keilholz nicht erspart geblieben, der durchaus seine Ecken und Kanten hatte. Für die Staatliche Realschule Ebermannstadt sprach der Nachfolger Rainer Heinz. Er würdigte die Verdienste um die Schule während dessen 14jährigen Leitung. Heinz erinnerte auich an die Stationen Forchheim, Herzogenaurach und Gräfenberg.
Für die mehr als 40 VdK- Ortsvereine und den VdK- Kreisverband sprach der neue Kreisvorsitzende Hans-Jürgen Grüttner.
Er dankte dem Verblichenen 24 Jahre Vorstandstätigkeit im Landkreis Forchheim und den erfolgreichen Einsatz für den Ausbau der VdK-Geschäftsstelle in Forchheim. Für den Kreisjugendring Forchheim legte Vorsitzender Peter Kaiser ein Blumengebinde nieder. Unter den Trauergästen sah man auch MdL Walter Hofmann, Bezirksrat Hans Kotschenreuther und Forchheims Dritte Bürgermeisterin Maria Wagner.
Es fehlten auch viele VdK-Ortsvorsitzende nicht und ehemalige Weggefährten aus dem Teil des Landkreises Bayreuth, der früher zum Kreis Ebermannstadt gehörte.
Die Fränkische Schweiz verliert mit Keilholz einen profilierten Politiker und eine originale Persönlichkeit, war die Meinung unter den Trauergästen. Er habe mit Fantasie und voller Tatendrang am Aufbau des Nachkriegsdeutschland mitgewirkt.
fpo