Nächster Schritt ein Förderverein

Zehn Jahre Museumsbeirat waren der Stadt einen Ehrungsakt wert

EBERMANNSTADT. Das Heimatmuseum der Stadt Ebermannstadt kann 2003 auf eine 80-jährige Geschichte zurückschauen. In dem vergangenen Jahrzehnt hat ein Kreis von Persönlichkeiten in einem eigenen Museumsbeirat dafür fundierte Arbeit geleistet.

Die Grundlage für das Heimatmuseum schuf 1923 der Steueroberinspektor Franz Dörrzapf. Aus Anlass der 600-jährigen Bestehens der Stadt gestaltete er im damaligen Gefängnis an der Hauptstraße eine fränkische Rockenstube. Das Heimatmuseum war geboren und entwickelte sich weiter bis in unsere Gegenwart.

Zur Feier des Dezenniums hatte Bürgermeister Franz Josef Kraus die Damen und Herren des Museumsbeirates zu einem Empfang im Saal des Rathauses eingeladen. Er dankte den Heimatfreunden für den Einsatz und überreichte fränkischen Bocksbeutel.

Von Anfang waren dabei: Dr. Manfred Franze, Dr. Hans Weisel, Günter Förtsch, Anton Girsig, Peter Kriegl, Erich Döttl, Anton Hostalka, Steffi Nickolai, Brigitte Gaus und Gabi Thiem. Im Laufe der Zeit sind dazu gekommen Christian Rösch und Christel Sieburg. Auf eigenen Wunsch ist Reiner Dewald, der von Anfang an dabei war, ausgeschieden.

Dem Museumsbeirat ist es zu verdanken, dass nach dem Tod von Georg Förtsch das Museum weitergeführt werden konnte, hob das Stadtoberhaupt hervor. Dr. Hans Weisel übernahm die Paläontologie, Günther Förtsch die Prähistorie, Anton Girsig die Stadtgeschichte, Peter Kriegl die bäuerliche Kultur, Reiner Dewald das Handwerk, Erich Döttl die Theiler-Gedenkstätte und Dr. Manfred Franze den Museumsflur. In 29 Sitzungen, bei einigen Informationsfahrten und durch Beratungen des Leiters der nicht staatlichen Museen, Dr. Fuger, konnte das heutige modernen Museum entstehen.

Dass Kultur nicht kostenlos zu haben ist, zeigen die bisherigen Ausgaben für die Umgestaltung des Museums in Höhe von knapp 10.000 Euro, betonte Bürgermeister Kraus. Der Museumsbeirat habe unter seinem Koordinator, dem früheren Stadtrat Dr. Manfred Franze, in den vergangenen zehn Jahren wertvolle ehrenamtliche Arbeit geleistet um die Voraussetzungen für ein zeitgemäßes Museum zu schaffen.

Koordinator Dr. Franze dankte umgekehrt dem Bürgermeister und dem Stadtrat für die museale Aufgeschlossenheit und würdigte auch Bernhard Lies von der Stadtverwaltung. Wertvoll sei es, dass im Beirat alle in der Stadt ansässigen Schulen vertreten sind. Der Gymnasiallehrer lenkte den Blick auf die notwendige Betreuung des Depots und auf die Gründung eines Fördervereins.

Bürgermeister Franz Josef Kraus ist zuversichtlich, dass 2003 die Um- und Neugestaltungsmaßnahmen im Heimatmuseum im Bürgerhaus erfolgreich abgeschlossen werden können. Dafür stehen weitere 30.000 Euro bereit.

Foto von Franz Och

fpo


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