Facharbeit mit 750 Euro honoriert

Studentin aus Hohenpölz wurde im Bayerischen Landtag ausgezeichnet

EBERMANNSTADT. Höchste Anerkennung fand die Facharbeit von Michaela Dippold, Ex-Schülerin des Gymnasiums Fränkische Schweiz, Ebermannstadt, die sich mit dem "Strukturwandel der Landwirtschaft in Hohenpölz" auseinander gesetzt hatte. Der "Bayerische Club" fand diese Arbeit so beeindruckend, dass er sie mit einer Urkunde und 750 Euro Preisgeld prämierte.

Die Urkunde erhielt Michaela Dippold am Dienstag im Maximilianeum von Landtagspräsident Johann Böhm und Professor Otto Meitinger, dem Vorsitzenden des "Bayerischen Clubs" ausgehändigt. Anliegen des Bayerischen Clubs ist es, "bayerische Identität, bayerische Kultur und bayerische Traditionen zu pflegen". So werden Preise für Abiturient(inn)en ausgelobt, die sich mit ihrer Facharbeit im Rahmen des Abiturs mit einem kulturellen bayerischen Thema befasst haben.

In der Laudatio verdeutlichte Ministerial-Referent Harald Pinzner, dass Michaela Dippold in ihrer Arbeit "äußerst sachkundig und sehr detailliert die Veränderungen in einem Dorf in der Fränkischen Schweiz während der letzten Jahrzehnte" behandelt habe. Die Arbeit, die in besonderer Weise der Intention der Preise des "Bayerischen Clubs" gerecht werde, erhalte einen besonderen Reiz aus der Tatsache, dass die Verfasserin aus einer bäuerlichen Familie dieser Region stammt. Gekonnt und fachkundig habe Michaela Dippold, die laut Studiendirektor Hans-Joachim Baier mit einem Notendurchschnitt von 1,0 Jahrgangsbeste war, nachgewiesen, was Schlagworte wie "Nachhaltige Landwirtschaft", "EU-Osterweiterung" oder "BSE" konkret für die Landwirte in einem Dorf in der Fränkischen Schweiz bedeuten.

Hervorgehoben wurde, dass Michaela Dippold, die mittlerweile die Begabtenrüfung bestanden hat und ein Stipendium bekommt, die einzelnen Feststellungen nicht nur routinemäßig abgehandelt hat, sondern bei der Auswahl der Aspekte gezielt vorgegangen sei und stets die Auswirkungen auf die Landwirtschaft verdeutlicht habe. Insbesondere die Erhebungen im wirtschafts- und sozialgeographischen Teil ihrer Arbeit und deren Umsetzung in aussagekräftige Graphiken machten die Arbeit zu einem Gewinn für alle Interessenten. So gehe die Facharbeit in Umfang und Qualität über das übliche Niveau solcher Arbeiten hinaus.

An der Preisverleihung nahm auch der Lehrer der "Musterschülerin", Oberstudienrat Ernst Mann teil, der am Gymansium Fränkische Schweiz den Leistungskurs Erdkunde geleitet hatte. Michaela Dippold studiert mittlerweile in Bayreuth Geo-Ökologie. Studiendirektor Baier zeigte sich überaus stolz auf die Schulabgängerin, die er ein "Paradebeispiel für die Erschließung von Bildungspotenzialen in ländlichen Gebieten" nennt. Die Schwester der Preisträgerin besucht derzeit die elfte, ihr kleiner Bruder die siebte Klasse des Gymnasiums in Ebermannstadt.

Josef Hofbauer


© FT 2002 - Der Inhalt der Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie der Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung des FT sind untersagt.