Ebermannstadt probt Aufstand

EBERMANNSTADT. Bürgermeister Franz Josef Kraus und die Ebermannstadter Räte proben den Müll-Aufstand. Sie kämpfen um die Beibehaltung des gelben Sackes, der als Pilotprojekt eingeführt wurde und gut ankam. Deshalb beschlossen die Mitglieder des Umwelt- und Verkehrsausschusses, ein landkreisweites Bürgerbegehren in die Wege zu leiten.

Es sei nicht nachvollziehbar, dass die Ergebnisse eines erfolgreich verlaufenen Modellprojektes einfach ignoriert werden. Mit der Begründung, das bisherige Bring-System mit den Wertstoff-Sammelstellen habe sich bewährt, wollen sich die Ebermannstadter nicht abspeisen lassen. "Das ist nicht bürgernah", befand Bürgermeister Kraus. Die Menschen im Landkreis Forchheim dürften nicht anders behandelt werden als die in den Nachbarlandkreisen Erlangen, Bamberg oder Bayreuth, wo es den gelben Sack gibt. Hier seien die Bürger nicht weniger umweltbewusst. Er sei auch von Bürgern aus Eggolsheim oder Neunkirchen gebeten worden, an der Sache "dran zu bleiben", informierte Kraus, der die Möglichkeit eines Bürgerentscheides zur Diskussion stellte. Der Bürger habe durch den "grünen Punkt" die Entsorgung der Wertstoffe bereits bezahlt. Die Benzinkosten für die Fahrten zum Wertstoffhof seien eine zusätzlich Belastung, ganz abgesehen vom Umweltaspekt, zeigten sich alle Rats-Gruppierungen einig.

So beschloss das Gremium, ein Bürgerbegehren in die Wege zu leiten. Noch vor der Kreistagssitzung am 25. November sollen dem Landrat die notwendigen Unterschriften präsentiert werden.

JH


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