Ein altes freundliches Gesicht
Dorferneuerungsmaßnahmen Schwerpunkt bei Bürgerversammlung
BURGGAILLENREUTH. Bei der Bürgerversammlung im vollbesetzten Gasthaus Wolf standen in Burggaillenreuth Maßnahmen zur Dorferneuerung im Mittelpunkt. In etlichen Arbeitskreissitzungen sind Vorschläge erarbeitet worden, um Neu und Alt miteinander funktional zu verbinden.
So soll im Bereich des unteren Dorfplatzes der alte Zustand mit der Burg als historischem Hintergrund wieder hergestellt werden. Dazu gehört, den vorhandenen Löschweiher als Brunnen mit entsprechender Begrünung, Bepflanzung und Pflasterung umzugestalten und entsprechende Sitzgelegenheiten zu schaffen, außerdem muss der Brunnen mit Wasser der Quelle versorgt werden, der Zugang zur Burgkapelle am Talhang wieder geöffnet und die "Burggaillenreuther Quelle" saniert werden.
Der Bereich "alter Glockenturm" in der Dorfmitte müsste eine komplette Neugestaltung erfahren mit einer Sitzgruppe für Wanderer und einer Infotafel. Ähnliches wäre im Bereich des Buswendeplatzes nötig. Dazu gehören auch Maßnahmen mit verkehrsberuhigender Wirkung wie die Neugestaltung und Integration der alten Linde und die Aufstellung von Sitzgruppen.
Auf das Trafohaus sollte ein Satteldach gesetzt und auch ein fränkischer Backofen sollte integriert werden. So könnte der dann neu zu gestaltende Platz mit einer passenden Begrüßung, Bepflanzung und Sitzgelegenheiten versehen werden.
Durch das "Höppl-Fest" wurde der Spiel- und Bolzplatz von Burggaillenreuth in der gesamten Fränkischen Schweiz bekannt. Deshalb sollte der Weg zum Fest- und Spielplatz ordentlich befestigt werden. Außerdem wären zusätzliche Spielgeräte und eine Neuordnung erforderlich. Das Gelände am Bolzplatz könnte man nach Einfriedung optimal als Streuobstwiese nutzen.
Wohlwollend aufgenommen
Bürgermeister Franz Josef Kraus zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der sehr gut durchdachten Vorschläge und versicherte den Anwesenden, diese Wünsche der Direktion für Ländliche Entwicklung vorzutragen. Nachdem auch bei der Flurgestaltung nunmehr durch vorhandene Grundstücksflächen positive Ansätze vorhanden seien, wären die Voraussetzungen gegeben, ein ökologisches Flurbereinigungsverfahren einzuleiten. Zufrieden nahmen die Anwesenden zur Kenntnis, dass die Wünsche aus dem Vorjahr ausnahmslos erfüllt wurden. Keine Zufriedenheit besteht bei den Eltern mit den Schulbusfahrzeiten ihrer Kinder. Diese werden bereits um 6.50 Uhr abgeholt und kommen erst gegen 14 Uhr zurück. Hier sollte nach Meinung der Eltern auf eine Änderung gedrängt werden.
Landkreis ist auch in der Pflicht
Da die Teerdecke in Burggaillenreuth Längs-, Querrisse und Setzungen aufweist, sagte Bürgermeister Kraus zu, dies bis Ende Juni beseitigen zu lassen. Hochzufrieden wurde von den Burggaillenreuthern registriert, dass die Gemeindeverbindungsstraße von Kanndorf in Richtung Windisch-/Burggaillenreuth ausgebaut werden soll. Als Fertigstellungstermin, so Bürgermeister Kraus, ist Ende September ins Auge gefasst. Jetzt sei aber auch der Landkreis an der Reihe, die dortige Kreisstraße zu sanieren.
Ein großes Anliegen war den Anwesenden auf der Bürgerversammlung auch der Erhalt der Burggaillenreuther Quelle. Eine Sanierung ist unerlässlich. Die Stadt wurde gebeten, durch entsprechende Maßnahmen das Abrutschen der Böschung in die Quelle zu verhindern.
Abschließend informiert Bürgermeister Kraus, dass bei Untersuchung der Landesgewerbeanstalt Nürnberg keinerlei Altlasten auf der Deponie gefunden wurden.
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