Gelber Sack wird zum roten Tuch

Wolkensteiner äußerten bei Bürgerversammlung ihre Wünsche

WOLKENSTEIN. Die Jugend im Ebermannstädter Stadtteil Wolkenstein hat einige Wünsche an die Kommune. Deshalb war auch die Bürger- und Jugendversammlung gut besucht. Mehr noch: die Jugend erklärte sich bereit, bei den anstehenden Arbeiten selbst mit anzupacken. Bürgermeister Franz Josef Kraus zeigte sich über dieses Interesse erfreut.

So war der sehnlichste Wunsch der Jugendlichen, dass beim Bolzplatz die von einem Privatmann abgelagerten Steine entfernt werden. Auch die Querlatte des Fußballtores ist kaputt. Ein Alu- Tor, so der Wunsch, wäre das Richtige. Desweiteren ist die Schulbuswartehalle reparaturbedürftig. Das Dach ist undicht und die Halle ist unansehnlich geworden. Die Schüler erklärten sich spontan bereit, unter Anleitung, die Halle selbst zu streichen und auch ihre Ortschaft zu säubern.

In der Bürgerversammlung informierte der Bürgermeister, dass dem größten Anliegen der Wolkensteiner in den vergangenen Jahren, nämlich der Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße Wolkenstein- Moggast, mit einem Aufwand von rund 80000 DM Rechnung getragen wurde. So konnte der Stadtrat die berechtigten Anliegen der Bürger mit dem Ausbau dieses Weges, aber auch dem Ausbau der Ortsstraße nach dem Wasserleitungsbau durch die Wiesentgruppe, voll entsprechen.

Als äußerst positiv sehen die Wolkensteiner auch die derzeitige ländliche Entwicklung in der Flur und im Dorf im Rahmen der sog. ökologischen Zweitflurbereinigung. Die meisten Pflanzarbeiten wurden bereits durchgeführt, die Restpflanzungen sind für den Herbst eingeplant. Daran anschließend wird ab 2001/2002 mit den Maßnahmen im Dorf begonnen, wobei es erneut erforderlich ist, dass die Wolkensteiner in Arbeitskreisen ihre Wunschvorstellungen herausarbeiten.

Mit der Einführung des Gelben Sackes haben die Wolkensteiner ihre Probleme. Nachdem wöchentlich das Wertstoffmobil die kleine Ortschaft anfährt, stimmt die Ökobilanz, so die Meinung der Anwesenden. Für sie würde durch den Gelben Sack eine Verschlechterung des Angebotes eintreten, da wegen der fehlenden Möglichkeit der Aufstellung einer sog. Wertstoffinsel weitere Wege in Kauf genommen werden müssten.

So wurde letztlich vorgeschlagen, den Gelben Sack nur in den Ortsteilen einzuführen, in denen kein Wertstoffmobil vorbeikommt. Auf alle Fälle sollte im Bereich der Jurahochfläche von Ebermannstadt das bisherige System beibehalten werden.

In der weiteren Diskussion wurde vorgebracht, dass die Stadt gegen den Besitzer eines freilaufenden Hundes vorgehen soll, dass im Bereich des Buswendeplatzes an Schultagen ein Haltverbot anzubringen ist und dass die Gemeindeverbindungsstraße von Wolkenstein zur Thosmühle in die Prioritätenliste auszubauender Straßen aufgenommen werden soll.


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