Natur erleben wird so in unmittelbarer Umgebung des Schulhauses möglich. Zur "Einweihung" wurde auch Geschäftsführerin Rose Stark als Vertreterin des Bund Naturschutz, Kreisverband Forcheim, eingeladen. Sie lobte im Namen des Kreisverbandes und der Ortsgruppe Ebermannstadt das Engagement der Schüler und ihres Betreuers Rudolf Distler.
Schon mehrmals hat Distler mit dem BN zusammen gearbeitet. So hatte eine Gruppe von Schülern bei Landschaftspflegearbeiten mitgemacht und so einen Eindruck von praktischer Naturschutzarbeit erhalten.
Rudolf Distler erläuterte die Bedeutung der Insekten-Nistwand. Er erinnerte, dass die meisten Hautflüglerarten bereits vorhandene Bohrgänge nutzen, in denen sie ihre Brutzellen bauen. Die ökologische und (land-)wirtschaftliche Bedeutung dieser Insektengruppen sei beachtlich, da sie die Bestände anderer "Schadinsekten" regulierten. Zusätzlich spielten sie als Bestäuber eine wichtige Rolle im Naturhaushalt.
Da in unserer Landschaft inzwischen natürliche Nistplätze wie Totholzbestände, lange liegende Holz- und Strohlager, Mauern mit Weidengeflecht und losem Putz usw. fehlten, sind die Insekten häufig auf solche künstlichen Nisthilfen angewiesen. Über 500 Wildbienenarten, die es in Deutschland gibt, seien auf solche Hilfen angewiesen, wenn Lößwände und Totholz fehlten.
Wieder aufgenommen in die Pflegemaßnahmen wird der Rüssenbacher Steinbruch. In ihrer Freizeit führt eine Schülergruppe dort Entbuschungen durch, um eine Beweidung des Areales zu ermöglichen. Damit soll ein Beitrag zur Erhaltung des typischen Landschaftsbildes der Fränkischen Schweiz geleistet werden.